Solingen: Astronauten landen beim „Lichterzauber“

Veranstaltung in Gräfrath : Astronauten landen beim „Lichterzauber“

Gräfrath wurde beim „Lichterzauber“ zum Erlebnisort. Mit der Mondlandung hatte die Veranstaltung ein besonderes Thema.

Der Reigen der Solinger Lichternächte im September wurde am Freitag mit dem „Lichterzauber“ in Gräfrath eröffnet. Mit dem Thema Mondlandung vor 50 Jahren hatte Veranstalter „Die Gräfrather“ dem Lichterzauber ein besonderes Motto gegeben und das Programm im historischen Solinger Stadtteil auch darauf abgestimmt.

Trotz des Fußball-Länderspiels drängten sich die Besucher in den Straßen und auf dem Marktplatz, nutzten die weiß gedeckten Tische zum abendlichen Verzehr oder gemütlichen Plausch mit Bekannten und Freunden.

Der Höhepunkt kam am späten Abend auf der großen Bühne mit dem Erscheinen von zwei Raumfahrern, die alle Gräfrath-Fans begrüßten. Vorher hatte Wirtschaftsförderer Frank Balkenhol auf seinem „GräfARTer Hof“ an der Garnisonstraße seinen Sohn Neve in die Nachbildung von Neil Armstrongs Astronautenanzug gesteckt und machte Fotos mit den Gästen und dem Weltraumfahrer: „Die Resonanz war super. Nach gut zwei Stunden habe ich schon fast 100 Bilder gemacht.“

Auf dem Hof von Christina Koester und Gerhard Lauster drängten sich mehr als 200 Interessenten, die die „Mystical Sounds“ der Wuppertaler Didgeridoo-Gruppe hinter drei illuminierten, mit Rettungsfolie verkleideten Gipsfiguren hören wollten.

Frank Balkenhol (l.) hatte seinen Sohn Neve in die Nachbildung von Neil Armstrongs Astronautenanzug gesteckt und machte Fotos mit den Gästen. Foto: Boll

Im Atelier hatte Cristina Koester die Figurengruppe „Somnambul“ geformt, die gebannt zum Mond schaut. Aufmerksamkeit erregte auch der „Mann im Mond“ von Thomas Firnich, eine bemalte Bronze-Skulptur.

Vor dem Laden von Jack Sono hatte Cornelia Kreitzberg, die Initiatorin des „Lichterzaubers“, ihre neuen Schöpfungen vorgestellt, auch abgestimmt auf die Mondlandung. Für die Kinder waren durchsichtige Bälle gedacht, die beim Schütteln Licht produzierten. Außerdem gab es ein Ensemble einer wiederverwendbaren Lampe, einer Flaschentasche und Geschenktasche aus Baumwolle, alles mit Gräfrath-Motiven versehen.

Der Gräfrather Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer genoss mit seiner Frau Petra das muntere Treiben: „Wahnsinn, da geht einem das Herz auf, was die ehrenamtlich arbeitenden Gräfrather für Ideen haben.“ Sie hatten im „Kammerspielchen“ Mona und Chris Köhler bei ihrer Performance von „Loriot“ bewundert.

Beschauliche Ruhe erlebte man auf dem weitläufigen Hinterhof der Familie Rixen am Küllersberg 3. Lampions, Papiertüten und Einmachgläser mit Kerzen verbreiteten viel Stimmung.

Reinhard Horlemann lebt seit mittlerweile 40 Jahren in Solingen und war zum ersten Mal beim Lichterzauber dabei: „Gräfrath ist eine Wohlfühloase und hat besonderen Charme, wenn es im Dunklen von vielen Lichtern beleuchtet ist.“

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