Solingen: Ampelanlage entschärft Unfallgefahrenstelle an Mangenberger Straße

Zufahrt zum Industriegebiet Scheuren : Ampelanlage entschärft Unfallgefahrenstelle

Im Bereich Mangenberger Straße/Untengönrather Straße wird jetzt eine Ampelanlage errichtet – zweieinhalb Jahre nach dem Beschluss.

Der Kreuzungsbereich Mangenberger Straße / Untengönrather Straße im Stadtbezirk Mitte gilt als Gefahrenstelle. Das hat auch die Unfallkommission der Stadt Solingen schon vor Jahren erkannt und insbesondere das Linksabbiegen aus der Untengönrather auf die Mangenberger Straße als höchst problematisch herausgestellt. Gleichzeitig kann der Verkehr – darunter viele Lastwagen – aber auch nach rechts in die Mangenberger Straße abbiegen. Das zweistreifige Ausfahren, so die Experten, „ist hier offensichtlich „die unfallförderliche Ursache“.

28 Unfälle mit sechs Verletzten ereigneten sich im Zeitraum 2011 bis August 2016 am Knotenpunkt. An fünf Unfällen waren Lkw beteiligt, zumal das nahe gelegene Gewerbegebiet Scheuren vor allem über die Untengönrather Straße angefahren wird.

Jetzt soll der Gefahrenbereich dauerhaft beseitigt werden – mit einer umfangreichen Ampelanlage, von der auch Fußgänger profitierten. Die Anlage wurde zwar schon vor zweieinhalb Jahren beschlossen beziehungsweise von der Unfallkommission vorgeschlagen, doch erst jetzt wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Bereits im Februar 2017 waren die Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte von der Verwaltung über die Lichtzeichenanlage informiert worden. Im März 2017 wurden offiziell die Bezirksvertretung und der Planungsausschuss vom Vorhaben unterrichtet, im Kreuzungsbereich Mangenberger Straße/Untengönrather Straße eine Ampel zu installieren. Gleichzeitig wird auch die dortige Bushaltestelle „Kotten“ näher an die neue Ampel verlegt und eine Buspräferenzspur angelegt. Das Rechtsabbiegen in die Untengönrather wird durch eine Vergrößerung des Abbiegeradius verbessert. Das verhindert, das große Fahrzeuge nicht mehr den Gehweg überfahren müssen.

Die Haltelinien der Linksabbieger auf die Mangenberger Straße in Richtung Innenstadt und die auf der Untengönrather Straße werden zurückversetzt, um ebenfalls das Abbiegen größerer Fahrzeuge zu verbessern. Für die Fußgänger wird an jedem Knotenarm eine Furt zur Querung der Fahrbahn angelegt. Der barrierefreie Ausbau ist selbstverständlich.

Bezirksbürgermeister Richard Schmidt (SPD) freut sich grundsätzlich, dass im Rahmen der Verkehrssicherheit nach so langer Zeit die längst angekündigten Verbesserungen für den Kreuzungsbereich erfolgen. Haushaltsmittel dafür waren bereits im Jahr 2014 eingestellt und Jahr für Jahr in den  nächsten Etat geschoben worden.

„Ich hatte damals gegen die Ampelanlage gesprochen“, sagt Richard Schmidt. „Und längst nicht alle Anwohner, unter anderem von der Maschinenstraße, sind von der Lichtzeichenanlage überzeugt“, ergänzt der Bezirksbürgermeister. Denn durch die Rotphasen werden Rückstaus befürchtet. Außerdem gingen auf der Mangenberger Straße Parkmöglichkeiten verloren.

Schon vor Jahren sei auch über eine Ein- und Ausfahrt von der Viehbachtalstraße ins Gewerbegebiet Scheuren diskutiert worden. Gebe es die, so Schmidt, wäre die neue Ampelanlage verzichtbar.

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