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Solingen: Ampelanlage am Werwolf modernisiert

Straßenverkehr in Solingen : Ampelanlage am Werwolf modernisiert

Die Behelfsampeln werden im Laufe des Samstags demontiert. Der Rotlichtblitzer an der Großkreuzung soll allerdings erst zum Ende des dritten Quartals eingebaut werden.

Die neue Ampelanlage an der Großkreuzung Werwolf ist installiert. Im Laufe des Samstags, 8. August, wird die modernisierte Anlage in Betrieb genommen. Bei den Arbeiten wurde insbesondere das Steuergerät ausgetauscht und die Anlage grundlegend modernisiert. Dabei wurden die veralteten Lampen gegen energiesparende LED-Signale ausgetauscht, die Fußgängerfurte mit einer Blindensignalisierung ausgerüstet sowie Induktionsschleifen erneuert und ergänzt. Die Ampelschaltung soll so zukünftig noch besser gesteuert werden können.

Die Brühler Straße kann nun wieder geöffnet und gesperrte Fahrspuren wieder freigegeben werden. Das Linksabbiegen in die Schwertstraße ist damit auch wieder möglich. Auch die Haltestellen Werwolf der Stadtwerke-Buslinien werden wieder angefahren.

„Am kommenden Montag kann es allerdings noch einmal zu kleineren Behinderungen kommen, wenn die mobile Baustellenampel abgebaut wird“, kündigt Sabine Rische von der städtischen Pressestelle an.

Am 20. Juli wurden die Arbeiten am Werwolf, eine der verkehrsreichsten Kreuzungen im Stadtgebiet, aufgenommen. Zuvor war die Erneuerung der Lichtzeichenanlage immer wieder verschoben worden. Nach der Einrichtung der Baustelle wurde eine mobile Ampelanlage am 22.Juli in Betrieb genommen, und die eigentlichen Modernisierungsarbeiten konnten beginnen.

Zunächst befürchtete Beeinträchtigungen des Verkehrs während der Bauarbeiten hielten sich in Grenzen, zumal die Ferienzeit für den Austausch der Anlage gewählt worden war. Und noch innerhalb der Schulferien konnten die Erneuerungsarbeiten jetzt wie geplant abgeschlossen werden.

Die Modernisierung der Anlage war dringend erforderlich. Denn die Lichtsignalanlage an der Kreuzung Werwolf war 1998 errichtet worden und damit technisch veraltet. Mit der Erneuerung wurde jetzt auch die technische Voraussetzung dafür geschaffen, eine Rotlicht-Überwachungsanlage installieren zu können. Das 22 Jahre alte Steuergerät war aus messtechnischen Gründen dafür nicht zugelassen. Die Rotlichtüberwachungsanlage – auf die sich die Politik letztlich mehrheitlich verständigt hat – ist im Zuge der jetzt beendeten Modernisierungsarbeiten allerdings noch nicht eingebaut worden. Das soll bis Ende des dritten Quartals geschehen und gleichzeitig dann auch der Testbetrieb starten.

In den vergangenen Jahren hatten vor allem Rotlichtverstöße in Fahrtrichtung Schützenstraße immer wieder zu Unfällen geführt. Deshalb hatte die Politik einen „Rotlichtblitzer“ beschlossen, um die Unfallhäufungsstelle zu entschärfen. Teile der Politik hatten sogar gefordert, auch Fahrzeuge, die im Kreuzungsbereich viel zu schnell unterwegs sind, zu blitzen. Dies wurde allerdings von einer Mehrheit abgelehnt, obwohl das neue Gerät technisch in der Lage wäre, sowohl Rotlichtsünder, als auch Tempofahrer zu überwachen.

Ein unter anderem von der Bezirksvertretung Mitte geforderter Kreisverkehr am Werwolf sei rechtlich und organisatorisch nicht in Frage gekommen, so ein Verkehrsexperte.