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Solingen: 3500 iPads an bedürftige Kinder in Schulen verteilt

Digitales Lernen in Solingen : 3500 iPads an bedürftige Kinder in Schulen verteilt

Die Stadt Solingen ist NRW-weit Spitze im Bereich des digitalen Lernens. Für 2,4 Millionen Euro wurden die Geräte angeschafft, mehr als die Hälfte davon wird aus Fördermitteln von Bund und Land finanziert.

Schnelligkeit zahlt sich aus. Davon ist Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) mit Blick auf das digitale Lernen in den Schulen überzeugt. Denn bereits im Mai/Juni dieses Jahres hat die Stadt 3500 iPads insbesondere für bedürftige Kinder bestellt, die den Schulen beziehungsweise den Kindern und Jugendlichen jetzt auf Leih-Basis – gleichwohl aber kostenfrei – zur Verfügung gestellt werden.

Anlass war im Mai eine Umfrage an den Schulen. Hier wurde ermittelt, dass viele Kinder im Corona-Lockdown keinen Zugang zu digitalen Lernmethoden haben. „Deshalb haben wir schnell gehandelt und die 3500 iPads noch vor den Sommerferien bestellt. Die Fraktionen im Stadtrat haben das unterstützt“, erklärte am Mittwoch Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

3200 der mobilen Endgeräte wurden bereits an die Schulen verteilt. Die restlichen 300 werden noch im Verlauf dieser Woche weitergeleitet. Kinder und Jugendliche mit Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket kommen in den Genuss der mobilen Endgeräte. 1700 davon sind mit Mobilfunkverträgen für Haushalte ohne WLAN-Zugang ausgestattet. „Wir setzen die Möglichkeit des digitalen Lernens sehr gut um. Solingen ist hier NRW-weit Spitze“, sagt Kurzbach. Er lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit von Schulen, Verwaltung und Politik. „Frühzeitig wurde erkannt, dass dass wir das digitale Lernen forcieren müssen“, so Kurzbach.

Während Solingen bereits die Geräte an die Schulen verteilt, seien andere Städten gerade erst dabei, Bestellungen aufzugeben. Mit der Folge, dass in diesen Städten vielleicht frühestens Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung stehen. „Das digitale Lernen wird sich nicht mehr zurückschrauben lassen“, sagte der Verwaltungschef. Sein Wunsch beziehungsweise Ziel ist es, dass jedes Solinger Grundschulkind ein Tablet bekommen soll.

Für die jetzt ausgelieferten iPads inklusive Zubehör und Mobilfunkverträgen wurden 2,4 Millionen Euro investiert. 1,3 Millionen Euro kommen aus coronabedingt bereitgestellten Bundes- und Landestöpfen für bedürftige Kinder. 1,1 Millionen Euro stellt die Stadt bereit.

Für Oberbürgermeister Kurzbach, dem Digitalisierungsbeauftragten der Stadt, Dirk Wagner, und Jennifer Cyganek (Strategie-Expertin der Schulverwaltung) aber gut angelegtes Geld. „Wir haben auch einen leistungsstarken IT-Dienstleister an unserer Seite, falls es einmal Probleme geben sollte“, erklärte Wagner. Er geht davon aus, dass die angeschafften Geräte eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa vier Jahren haben.