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Solingen: 1,6 Millionen für neues Burger Eingangstor

Wupperinsel in Unterburg : 1,6 Millionen für neues Burger Eingangstor

Die Wupperinsel am Eingang von Unterburg soll zu einem echten „Ankunftsort“ werden. Plan ist, Parkplätze zu erhalten und parallel mehr Lebensqualität zu schaffen – etwa durch eine Öffnung zum Wasser. Bürger können sich beteiligen.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. Schon seit Jahren sind Arbeiter damit beschäftigt, den Eschbach in Unterburg zu zähmen und so den Hochwasserschutz für den kleinen Stadtteil zu verbessern. Doch das allein ist zu wenig für einen Ort, der in der Zukunft wieder an seine touristischen Hoch-Zeiten in den 1960er sowie 1970er Jahren anknüpfen will – weswegen nun auch die sogenannte Wupperinsel am Zusammenfluss von Eschbach und Wupper in den Fokus der Planer gerät.

Für insgesamt rund 1,6 Millionen Euro an Fördergeldern soll das bisher eher trist wirkende „Eingangstor“ in Zukunft zu einem echten Hingucker ausgebaut werden. Wobei die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entscheiden wollen und deshalb nun unter www.solingen-redet-mit.de ein Online-Beteiligungsverfahren gestartet haben. Bewohner, aber auch Besucher von Burg haben bis 7. November, die Chance, eigene Ideen einzubringen.

Dabei geht es in gewisser Weise darum, eine Quadratur des Kreises zu schaffen. Denn zum einen besteht das Ziel der Verantwortlichen darin, die Wupperinsel entschieden attraktiver zu gestalten, als dies heute der Fall ist. Zum anderen müssen aber auch Anforderungen an die Infrastruktur wie etwa eine ausreichend große Zahl von Besucher-Parkplätzen in die Überlegungen einfließen.

„Auf der Wupperinsel sollen auf jeden Fall weiterhin Parkplätze zur Verfügung stehen“, sagte in dieser Woche eine Sprecherin der Stadt, die parallel betonte, darüber hinaus gelte es ebenfalls zu überlegen, auf welche Weise beispielsweise die Wupper zukünftig verstärkt in das Gesichtsfeld der Besucher gerückt werden könnte.

Schon heute eine Attraktion an der Wupperinsel: die Seilbahn, die von Unterburg zum Schloss nach Oberburg führt. Foto: Peter Meuter

Denkbar wäre unter anderem eine auch visuelle Öffnung der heutigen Parkplatzfläche hin zum Fluss sowie ferner eine neue Wupperquerung. Denn durch solche Schritte würde die Wupperinsel gleichsam selbst zu einer Attraktion in Unterburg werden und fortan ihrerseits zu einem längeren Verweilen einladen, so die Stadtverwaltung.

Das Online-Beteiligungsverfahren macht den Teilnehmern keine Vorgaben. So ist nicht nur ein starrer Fragebogen zu Eindrücken sowie Erwartungen ins Netz gestellt worden, sondern die Online-Nutzer haben die Gelegenheit, eigene, frei formulierte Vorschläge einzureichen. Diese sollen dann Grundlage werden eines sich anschließenden Ideenwettbewerbs, bei dem Landschaftsplaner sowie Landschaftsarchitekten konkrete Vorschläge für die Umgestaltung der Wupperinsel erarbeiten.

Ursprünglich war es das Anliegen der Stadt gewesen, im Oktober Beteiligungsveranstaltungen vor Ort durchzuführen, um bei diesen Gelegenheiten einen Überblick über die Wünsche und Anforderungen der Bürger zu erhalten. „Diese mussten jedoch coronabedingt abgesagt werden. Vor diesem Hintergrund wurde die Online-Beteilgung verlängert, zudem wurde das Informationsangebot erweitert“, hieß es jetzt noch einmal vonseiten der Stadt, die zeitgleich alle weiteren Schritte in die Wege leitete.

So wurden beim Land mittlerweile unter anderem die bereits fest in Aussicht gestellten Fördermittel in Höhe von besagten 1,6 Millionen Euro beantragt. Sobald der Förderbescheid vorliegt und ein Entwurf zur Neugestaltung der Wupperinsel gefunden worden ist, soll mit der Umsetzung begonnen werden.