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Aufführung: Sich beim Tanzen wieder jung fühlen

Aufführung : Sich beim Tanzen wieder jung fühlen

Sie haben vielfältige Lebenserfahrungen, aber immer noch Träume und Wünsche. Sie blicken in einen reichen Erinnerungsschatz und sprühen vor Fantasie. Die Mitglieder des Wuppertaler Seniorentanztheaters haben unter der Leitung von Claudio li Mura ein Stück erarbeitet, das das Leben spiegelt und in dem sich jeder Mensch wiederfinden kann. "frag Mente" heißt es und gibt Einblick in innere Landschaften, in Gedanken und Gefühle, mal geheimnisvoll, mal distanziert, aber immer berührend.

Sie haben vielfältige Lebenserfahrungen, aber immer noch Träume und Wünsche. Sie blicken in einen reichen Erinnerungsschatz und sprühen vor Fantasie. Die Mitglieder des Wuppertaler Seniorentanztheaters haben unter der Leitung von Claudio li Mura ein Stück erarbeitet, das das Leben spiegelt und in dem sich jeder Mensch wiederfinden kann. "frag Mente" heißt es und gibt Einblick in innere Landschaften, in Gedanken und Gefühle, mal geheimnisvoll, mal distanziert, aber immer berührend.

Es ist ein Stück von Senioren, aber nicht nur für Senioren. "Senioren haben viel zu geben, was junge Menschen nicht können", weiß Claudio li Mura. "Senior sein, heißt nicht, gebrechlich zu sein und sich aufgegeben zu haben", betont Tänzerin Maria Rau. Das macht "frag Mente" so besonders.

Denn es geht um den Ausdruck, den li Mura mit jedem Tänzer einzeln herausarbeitet. Die Begeisterung für den Ausdruckstanz ergriff ihn durch die Bekanntschaft mit Pina Bausch, deren Texte er übersetzte. "Sie hat mein Herz gewonnen." Sich selbst ausdrücken mit Hilfe des eigenen Körpers ist das Grundelement des Seniorentanztheaters. Dabei schaut sich li Mura jedes einzelne Mitglied der 22 Kopf starken Truppe an. "Die Eigenheiten werden herausgearbeitet", sagt er. Dabei ist ihm wichtig, keine Tanzlehrer-Kopien vor sich zu haben, sondern Persönlichkeiten. "Die Individualität ist wichtig." Behutsam wird die Persönlichkeit dann trainiert und geformt. So entstanden viele einzelne Szenen, die li Mura zu einem Gesamtwerk komponierte. "Das ist wie Zauberei", schwärmt Maria Rau. Tanz verändert, stellte sie fest. "Man entdeckt Dinge, die nicht gelebt wurden. Das geht nicht konfliktfrei ab. Die Maria Rau von vor sechs Monaten ist noch da, aber um einige Facetten reicher."

Diese Erfahrung hat auch Christian Wittich gemacht. Er ist der einzige Solinger im Ensemble und dem Ausdruckstanz schon immer sehr zugetan. "Es ist etwas Positives, zu sehen, wie ich mich bewegen kann. Es hat mich verändert", sagt er. Verändern wird "frag Mente" auch die Zuschauer. "Es ist ein offenes Stück", betont Claudio li Mura. "Jeder kann mitnehmen, was er darin sieht."

Nur eins will er verraten: "Es geht um das Leben und um uns." Jeder finde sich wieder. "Jeder kann sich seine eigenen Gedanken machen." Aus diesem Grund gibt es für die Aufführung am 13. Oktober um 18 Uhr im Theater Solingen neben den regulären Eintrittskarten (7,50 Euro/ermäßigt 6,30 Euro) auch offene Familienkarten. Hier können bis zu fünf Personen das Stück für 15 Euro erleben.

"Mit dem Stück wollen wir etwas für die Bevölkerung tun", betont Hans Knopper, Leiter des Kulturmanagements. Deshalb sind alle Besitzer der Ehrenamtskarte auch eingeladen. Bei Vorlage der Ehrenamtskarte ist der Eintritt frei.

(sue)