Sport-Gala: Show und Ehrungen - ein bewährtes Konzept

Sport-Gala : Show und Ehrungen - ein bewährtes Konzept

Die Stadt Solingen zeichnete einmal mehr ihre erfolgreichsten Sportler aus. Als vierter Sport-Gala-Partner war die DLRG im Boot.

Ganz entspannt konnten zwei Haudegen der Solinger Sportpolitik die 22. Sport-Gala im mit rund 600 Gästen nahezu ausverkauften Konzertsaal verfolgen. Bürgermeister Ernst Lauterjung und auch Hartmut Lemmer hatten an die vorherige Veranstaltung ganz andere Erinnerungen. Lauterjung hatte seinerzeit einen Schwächeanfall erlitten, diesmal war er top-fit. Und Lemmer wurde damals als langjähriger Präsident des Sportbundes verabschiedet. Für ihn rückte nun sein Nachfolger Detlef Wagner in den Blickpunkt, der gemeinsam mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Journalist Stefan Kob die offizielle Begrüßung übernahm.

Jonas Reckermann (hier im Interview mit Para-Agility-Weltmeisterin Beate Wichmann) führte gekonnt durch das Programm. Foto: CHRISTIAN BEIER

"Wir dürfen stolz auf das Erreichte mit seinen herausragenden Leistungen sein", sagte Kurzbach im Namen des ständigen Veranstalter-Trios und betonte unter anderem das ehrenamtliche Engagement im Sport sowie die Kraft des Sports - inklusive der Fähigkeit, nicht zu früh aufzugeben. Was dann auch auf die Stadt im Ganzen zu beziehen sei.

Rund drei Stunden nach der Begrüßung und voll im zeitlichen Soll liegend war die jüngste Auflage der Solinger Sport-Gala Geschichte. "Wir haben eine Menge Lob von vielen Seiten erhalten und sind mit dem Ablauf sehr zufrieden", resümierte Sportbund-Geschäftsführerin Karen Leiding, die neben Jürgen König ihr Debüt als Co-Moderatorin im Rahmen der Sportlerwahl gab.

"Chef" auf der Bühne war wie in den beiden vergangenen Jahren Jonas Reckermann. Der Beachvolleyball-Olympiasieger von 2012, als Bürger dieser Stadt mittlerweile auch Solingen-Botschafter, führte abermals souverän und doch erfrischend durch die 180 Minuten. Gleich mit einem Kracher ging es los: Die Solinger Band "See You" präsentierte ihren Sport-Song - etliche Vereine fanden sich darin wieder. Es war ein stimmungsvoller Auftakt.

Für den sorgte unter der Überschrift "Weltmeister auf vier Pfoten" auch Beate Wichmann mit ihrem Hund - Para-Agility ließ die große Bühne des Konzertsaals beben. Viel Spaß bereitete die Ballettschule International: Als "Musen" aus dem Disney-Film "Herkules" öffnete sie auf witzige und zugleich graziöse Art ein kleines Fensterchen zur Antike. Mit jeweils beiger Tunika, glitzerndem Gürtel und perfekter Körperbeherrschung bewies das Ensemble in der Kategorie "Modern Dance", dass sie verdient beim Vorentscheid der Deutschen Meisterschaft gewonnen hat und sich nun auf die zweite Runde vorbereitet.

Zuvor hatte Weltmeisterin Amelie Skubella eine Kostprobe ihres Könnens gegeben. Da ihr Partner Luca Völker erkrankt war, wirbelte sie alleine über die Bühne des Konzertsaals und ertanzte sich den prasselnden Applaus.

Die Tanzgruppe Klingenstadt, In.Team mit Liegestützen, Sprüngen und mehr sowie Hüsnü Turan und seine Lichter-Show waren weitere Protagonisten eines Abends, der mit der Sportlerwahl immer wieder Spannung enthielt. Sowohl Schwimmerin Fabienne Otto (TSV Aufderhöhe) als auch Leichtathlet Maximilian Kremser (Solinger LC) ließen ihrer Freude freien Lauf.

Auch bei den Handballern des Bergischen HC war die Laune trotz des Mega-Wochenendes mit zwei Zweitliga-Spielen bestens. "Platz eins verdanken wir sicher unseren guten Leistungen, uns im vorigen Jahr nach dem Abstieg akribisch wieder nach oben gearbeitet zu haben", meinte Kapitän Kristian Nippes. Bereits zum sechsten Mal gewannen die Löwen.

(RP)