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Solingen: Selbstgemachtes für einen guten Zwecke verkaufen

Solingen : Selbstgemachtes für einen guten Zwecke verkaufen

Für Hundeliebhaber gab es einen extra Stand beim Weihnachtsmarkt in Aufderhöhe.

Knackig kalte Wintertemperaturen bei strahlendem Sonnenschein machten den Aufderhöher-Weihnachtsmarkt zu einem stimmungsvollen Erlebnis. Viele Besucher zog es am zweiten Adventswochenende auf das Gelände Bethanien, wo an den Ständen draußen und drinnen viele nette Geschenkideen, aber auch vielfältige Köstlichkeiten angeboten wurden. Für Hundeliebhaberinnen gab es am Stand vom Solinger Perlenparadies Mops, Dalmatiner und Co. auf einem Puschel sitzen als Kette.

Dagegen wurde es am Stand der Jugendhilfewerkstatt ein wenig bodenständiger. Hier wurden Materialen wie Metall und Holz zu Kunstwerken verarbeitet, die jedes Jahr ein besonderer Hingucker auf dem Weihnachtsmarkt sind. Ob die stimmungsvollen Holzmonde, die mit kleinen Sternchen verziert sind, die aus handgegossenem Glas hergestellten Libellen oder aber der aus Metall erschaffene Lese-Rabe. Filigran dagegen sind die Klöppel-Arbeiten von Marion Spitzer und Roswitha Röll.

"Ich habe das mit fünf Jahren gelernt", verrät Roswitha Röll, "ich komme aus dem Erzgebirge und wurde dazu getrieben." Doch dieses vom Aussterben bedrohte Handwerk hat sie nicht mehr losgelassen. Seit 30 Jahren ist Marion Spitzer dabei. "Ich habe damals eine Sprachreise nach England gemacht", erzählt sie. Die Frau dort konnte ebenfalls klöppeln und Marion wollte es auch lernen. Die kleinen Kunstwerke brauchen sehr viel Zeit.

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"Für die Sternenkette habe ich zwanzig Stunden gebraucht", verrät Marion Spitzer. Aber es ist ein Hobby, das den beiden sehr viel Freude macht. Auch der Verein "Kinder von Tschernobyl" ist vom Aufderhöher-Weihnachtsmarkt nicht wegzudenken.

Mit dem Verkauf von Kunsthandwerk aus Russland, aber vor allem von Marmeladen und Plätzchen sammeln sie für die nächste Kinderkur. "Das Wetter ist ideal", freut sich Renate Butz, "es war von Anfang an Betrieb hier." Ebenfalls schon seit vielen Jahren hier ist die Keramikerin Dusanka Milosavljevic, die ihre eindrücklichen Arbeiten mitgebracht hat. Lange hat sie an der Wilhelm-Hartschen-Schule mit den Kindern getöpfert.

"Jetzt bin ich in Rente und kann mich austoben", meint sie lächelnd. Lustige Kleinigkeiten zum Mitbringen hat sich Yvonne Salvesberger-Voos einfallen lassen, wie das Mini-Nutella-Glas in einer netten Box mit der Aufschrift: Wenn du denkst, es geht nicht mehr, dann löffle ein Nutella leer! "Das ist für Leute, die sagen, sie wollen nix und man möchte nicht mit leeren Händen hingehen", sagt sie. Selbstgemachte Seifen und Kirschkernkissen gab es beim Rotaract Club Solingen-Neandertal für einen guten Zweck. "Wir spenden alles der Frauenberatung Selbsthilfe Wuppertal", sagt Moritz Rottmann.

"Sie haben ihre Einrichtung bei uns vorgestellt und wir fanden die Arbeit beeindruckend." Wie in jedem Jahr kommt auch in diesem der Erlös des Weihnachtsmarktes in Bethanien einem wohltätigen Zweck zugute.

(RP)