"See You" begeistert mit Jahresabschluss-Konzert

Solingen: "See You" begeistert mit Jahresabschluss-Konzert

Die Solinger Kultband feierte im ausverkauften Saal ihren Jahresabschluss mit einer ausgelassenen Party.

Als Marc Blümel sich das Standmikro schnappte und mit Sonnenbrille und Kopftuch auf der Bühne als Falco die ersten Takte von "Amadeus" hineinröhrte, da brachen im Publikum endgültig die Dämme. Auch zuvor hatte die große Fangemeinde von "See You" alle Songs und Lichteffekte mit begeistertem Johlen, Beifall-Pfiffen und kräftigem Klatschen quittiert. Frontmann Michael Schnäbelin heizte vom ersten Ton an ordentlich ein: Mit Vollgas ging es mit Stimme und Sound Richtung Riesenparty.

Die Sechs auf der Bühne feierten mit dieser Show nicht nur ihren traditionellen Jahresabschluss mit ihren Fans, sondern auch ihren zehnten Geburtstag als Band. Entsprechend schienen sie sich alle noch eine Spur mehr ins Zeug zu legen, schienen die drei Sound-, Bild und Lichtspezialisten am beeindruckend großen Technikpult noch mehr Ideen ausgetüftelt zu haben.

Nicht nur wechselnde Scheinwerfer-Effekte schufen ein abwechslungsreiches Rampenlicht: Die Musiker spielten vor einer Leinwand, auf der mal Live-Großaufnahmen der einzelnen Protagonisten zu sehen waren, mal passende Videoclips und mal "karierte" oder spiralförmige Special-Effects. Schon der Start sorgte für das erste Gänsehaut-Feeling als "Music was my first love" als violettes Schattenspiel auf dem die Bühne verdeckenden Riesentuch wie eine Motto-Hymne Augen und Ohren des Auditoriums auf alles Weitere einstimmte. Immer wieder sorgte eine qualmende Rauchsäule für nachdrückliche Akzente und immer wieder ließen Feuerwerks-Fontänen die sechs "See-Yous" hinter Funkensäulen nahezu verschwinden - zumindest optisch.

Akustisch waren die Bänder zwischen Bühne und Publikum längst so stramm und stabil geknüpft, dass bei den Refrains kräftig mitgesungen wurde. Arme und Hände gingen zum Klatschen in die Luft, die vor guter Laune immer stärker zu vibrieren schien. Vom ersten Song an war der Spaß an Musik und Party von der Bühne herab in den Saal geschwappt: Dort hatten sich die "Hundertschaften" an Feierbegeisterten seit dem Einlass eine Stunde zuvor in Stimmung geplaudert, gelacht und getrunken. Neben den reichlich vorhandenen Getränkestationen im Saal und im Foyer hatten sich viele Freundeskreise ihr persönliches Fässchen gebunkert und feierten inmitten des fröhlichen Trubels ihre eigene Extra-Party. Sie hatten Stehtische umlagert und bildeten so Menschentrauben, die anderen mitunter auf dem Weg zum nächsten Theken-Bier eine ordentliche Portion Pfiffigkeit und Durchsetzungsvermögen abverlangte.

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En Masse Handys kamen für Selfies zum Einsatz und auch, um per Foto und Videosequenz das Geschehen auf der Bühne für die Nachwelt festzuhalten. Auch auf der Empore herrschte viel Stimmung. Hier konnte man sogar komfortabel an Tischen sitzen und zudem aus der Vogelschau einen Überblick über den wogenden und feiernden Saal genießen, der sich immer mehr von den Jungs auf der Bühne mitreißen ließ.

Wer zwischendurch kleinen oder größeren Hunger verspürte, konnte sich mit Snacks wie klassischer Currywurst, Frikadellen oder Bockwurst mit Brötchen versorgen: Die verloren gegangene Energie musste ja schnellstmöglich wieder zugeführt werden; schließlich ging es darum, die knapp drei Stunden Konzert unbeschadet durchzuhalten.

Donnernder, nicht enden wollender Beifall am Schluss: Nicht nur für diesen Abend sondern für ein weiteres erfolgreiches Jahr der Coverband.

(RP)