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Solingen: Schulschließungen: Eltern haben kein Verständnis

Solingen : Schulschließungen: Eltern haben kein Verständnis

Eltern sind von der Arbeit der Hauptschule Ohligs überzeugt. Die Schule sei wichtig für den ganzen Stadtteil, sagen sie. Dennoch:Zum Sommer 2013 soll die Hauptschule mit zuletzt nur sieben Anmeldungen geschlossen werden. 2014 soll die Hauptschule Krahenhöhe folgen.

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p class="text">Michael Jaspert ist dort Schulpflegschaftsvorsitzender. Nur den Zuspruch am Anmeldetag zu berücksichtigen, ist für ihn eine Milchmädchen-Rechnung. Die Hauptschule nehme auch noch viele Schüler nach der Erprobungsstufe auf, und zwar von Realschulen, aber auch Gymnasien. Doch diese haben, so Jasperts Eindruck, angesichts der zurückgehenden Schülerzahlen, jetzt angehende Fünftklässler aufgenommen, die sie früher abgelehnt haben. Mit all den Arbeitsgemeinschaften sei die Hauptschule Krahenhöhe praktisch zur Ganztagsschule geworden.

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p class="text">Auch Grundschulen trifft das Sparkonzept. Die Nebengebäude Ketzberg und Fürker Irlen der Grundschulen Yorckstraße und Erholungstraße sollen zum Sommer 2012 geschlossen werden, ebenso wie das Gebäude Wittkulle, das zur Grundschule Gottlieb-Heinrich-Straße gehört. Im Sommer 2013 soll die Kirchbaumshöhe als Nebenstelle der Grundschule Meigen aufgegeben werden und die alten Pavillons der Grundschulen Stübchen und Rosenkamp wegfallen.

Grundschulrektor Michael Seiffert, Sprecher der GEW und Mitglied im Sprecherrat der Schulleiter, hat "große Baumschmerzen" bei der Frage der Bewertung des Raumbedarfs in den Schulen durch die Verwaltung. Werde dabei das Angebot des offenen Ganztags und der Betreuung der Kinder, etwa bei den Hausaufgaben, tatsächlich berücksichtigt? fragt er. Denn ein Schulraumbedarf nach Schulbaurichtlinie berücksichtige eben nicht den Bedarf für den offenen Ganztag. Dieser sei eine wichtige Säule für die Familien geworden.

(RP)