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Schulöffnung in Solingen ab Montag bleibt unsicher

Inzidenz wieder über 165 : Schulöffnung ab Montag in Solingen noch unsicher

Eine Rückkehr in den Wechselunterricht ist nur möglich, wenn sich die Inzidenz-Zahl in den kommenden Tagen nicht wieder dauerhaft oberhalb der Marke von 165 einpendelt. Klarheit darüber wird spätestens am Samstag bestehen.

Die Entscheidung darüber, ob die Solinger Schüler am kommenden Montag zumindest wieder in den Wechselunterricht zurückkehren können, wird voraussichtlich erst rund 48 Stunden vor dem möglichen Starttermin fallen. Denn nachdem die Klingenstadt den entscheidenden Schwellenwert,    eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 165 positiven Corona-Tests je 100.000 Einwohner, zuletzt an fünf hintereinanderfolgenden Werktagen unterschritten und somit die Voraussetzungen für Schulöffnungen ab nächster Woche erfüllt hat, ist die Inzidenz am Donnerstag erstmals wieder über die 165er-Grenze geklettert.

Damit bleibt Schülern, Eltern und Lehrern nun zunächst nichts anderes übrig, als abzuwarten. Weil die entsprechenden Regelungen nämlich auch vorschreiben, dass die Schulen geschlossen bleiben müssen, sollte die Inzidenz an drei Tagen in Folge über 165 liegen, kann eine definitive Entscheidung für die Solinger Schulen erst am Samstag fallen. Darauf hat jetzt die Rathausspitze bei ihrer wöchentlich stattfindenden Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage in der Stadt verwiesen.

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„Wir stehen in ständigem Kontakt mit den Schulen, so dass gewährleistet ist, alle Beteiligten rechtzeitig zu informieren“, sagte Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne), die am Donnerstag parallel betonte, die Situation sei nicht einfach. Dennoch, so Becker, würden sich die Schulen „nach bestem Gewissen“ vorbereiten, um gegebenenfalls zu einem Stück Normalität zurückzukehren. Die endgültige Entscheidung liege allerdings beim Land, mit dessen Allgemeinverfügung man für den Samstag rechne.

Tatsächlich kommen augenblicklich nur die Abschlussklassen in den Genuss eines einigermaßen normalen Unterrichts. Der Rest der Schüler befindet sich im Distanzunterricht. Und auch an den Kitas läuft derzeit lediglich ein Notbetrieb, der von etwa 50 Prozent der Kinder in Anspruch genommen wird – wobei die Verantwortlichen im Rathaus damit rechnen, dass sich die Lage nicht allein im Bildungsbereich, sondern auch in anderen Lebensbereichen demnächst Schritt für Schritt wieder verbessern wird.

Der Grund: In dieser Woche wurde in der Klingenstadt bei den Corona-Erstimpfungen die 50.000er-Marke erreicht. „Das bedeutet, dass mit 50.543 Menschen 31,78 Prozent der über 18-Jährigen mindestens einmal geimpft sind“, sagte der Leiter des städtischen Impfzentrums in der City, Udo Stock, derweil Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU) am Donnerstag schon einmal eine Modellrechnung für die kommenden Wochen anstellte.

So könnten bis Anfang / Mitte Juni – bei rund 1500 Impfungen täglich – 70 Prozent der Solinger über 18 Jahren eine Erstimpfung erhalten haben. Und das würde dann auch ein allmähliches Absinken der Inzidenz bedeuten. Indes dürften, so Jan Welzel, die Erwartungen einstweilen nicht zu hoch sein. „Bei einer solchen Impfrate wäre eine Inzidenz von 80 bis 90 wahrscheinlich“, betonte der Dezernent