Solingen: Schülerrockfestival ist ein Dauerbrenner

Solingen: Schülerrockfestival ist ein Dauerbrenner

20 Bands, über fünf Stunden Musik und alles zum auch für Schüler erschwinglichen Preis von drei Euro – das bot das Schülerrockfestival 2010 im Ohligser Getaway. Zum 15. Mal fand am Sonntag das unter anderem vom Jugendschutz, dem Cow Club, der Jugendförderung und der Städtischen Musikschule veranstaltete Festival statt.

Obgleich es im letzten Jahr ausfiel, ist das Schülerrockfestival ein Dauerbrenner im Veranstaltungskalender Jugendlicher aus Solingen und der Region. Hier haben junge Bands die Möglichkeit, zum ersten Mal auf einer großen Bühne vor viel Publikum aufzutreten. "Außerdem spielt die Vernetzung der lokalen Bands eine große Rolle", weiß Patricia Stute vom Vorbeugenden Jugendschutz. 17 der angemeldeten Bands kamen aus Solingen.

Die Gruppe mit den jüngsten Mitgliedern, "Rock Room", eröffnete das Festival. Die Musiker sind gerade einmal zehn bis elf Jahre alt. Für die letzte Band, "Critical Youth", machten die Veranstalter eine Ausnahme: Obgleich die Bandmitglieder schon Mitte 20 sind, dürfen sie teilnehmen, denn die Gruppe hat sich einst beim Schülerrockfestival formiert. Die Bandbreite reicht von Rock über Pop bis zum Punk. Alkohol gibt es nicht, weshalb auch schon Jugendliche, die sonst noch keinen Zugang zum Getaway haben, mitfeiern dürfen. Sogar einige Eltern wurden gesichtet.

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Bereits im Vorfeld hatten die Bands über 600 Karten verkauft. Mindestens tausend Tickets wurden für das diesjährige Schülerrockfestival insgesamt verkauft.

Anna ist zum ersten Mal beim Festival dabei und hat direkt zahlreiche Freunde mitgebracht. "Eigentlich wird in Solingen zu wenig für Jugendliche getan und ich würde mir wünschen, dass es mehr Konzerte gibt", sagt die 17-Jährige. Dem kann Robert, 20 Jahre alt, nur zustimmen. Bereits zweimal war er beim Schülerrockfestival. "Diesmal freue ich mich auf die Band "Paradise Island", mit deren Mitgliedern ich befreundet bin." Generell sei das Festival eine gute Gelegenheit, sich einen Eindruck der Solinger Musikszene zu machen, findet Robert, der selbst Gitarre spielt. Der gleichaltrige Nils steht vor dem Getaway und wartet auf den Auftritt mit seiner Band. Der Zivildienstleistende spielt Schlagzeug und ist erstmals dabei. "Es ist toll, die Kontakte zu anderen Solinger Bands pflegen zu können", findet er.

(RP)
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