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Schüler zeigen ihre Werke in einer Solinger Galerie

Galerie SK : Ein Herz für den Künstler-Nachwuchs

Zwei Ausstellungen in Folge in der Galerie SK in den Güterhallen sind der Förderung junger Talente gewidmet.

Den Anfang machen Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Vogel­sang.  Kunstlehrerin  Cana Ter­can ergriff die Chance, einem interessierten Publikum ab morgen in der Galerie SK im Südpark einen Einblick in die Arbeit ihres Kunst Grund- und Leistungskurses zu ermöglichen. Sie zeigt Arbeiten von zwölf  Schülerinnen und Schülern, Ergeb­nisse eines aktuellen Projekts, das über rund zwei Monate in ihren Kursen erarbeitet wurde. „Der Schwerpunkt lag auf einer von den Schülerinnen und Schülern selbst­ gewählten künstlerischen Frage­stellung“, erläutert Tercan. „Wir haben uns die Freiheit genom­men, über einen kurzen Zeitraum unabhängig von den Vorgaben des Lehrplans und des anstehenden Abiturs  grundlegende künstlerische Erfahrungen zu sammeln.“

Die Aufgabenstellung hat Tercan aus den Hinweisen zur Erstellung einer Bewerbungsmappe für den Studiengang Kunst an der Bergischen Universität Wuppertal ent­wickelt, ohne zu ahnen, dass Stu­dierende  des Fachbereichs Kunst genau dieser Universität im Anschluss an die Schülerausstellung in der Galerie SK ihre Arbeiten zeigen werden („Superpositionen“ vom 14. Juli bis 18. August). Damit beziehen sich die beiden Ausstellungen zur SK-Nach­wuchsförderung auf wunderbare Weise direkt aufeinander und er­mög­lichen einen Einblick in künstlerische Entwicklungsprozesse von Kunst­unterricht und Schule über Kunst­studium und Hochschule bis zum professionalisierten Künstler.

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„Die Themenfindung war eigentlich das Schwerste“, kommentiert Julian Kirschey das Kunstprojekt und die Schülerin Sarah Mense  ergänzt: „Gerade diese Freiheit, ein eigenes Thema und auch Material aussuchen zu können, fand ich besonders gut.“

Die Ausstellung zeigt ein Konvolut, so auch der Titel, verschiedenster Bildserien in unterschiedlicher Inten­sität, teils ausgearbeitete Einzelbilder, teils interessante Variationen von Bildideen und Materialexperimenten oder auch ungestüm am Malprozess orientierte Bild­skizzen. Indivi­duelles Arbeiten stand im Vorder­grund, wenn auch gewisse Kriterien, wie die Kunstlehrerin lächelnd ergänzt, eine Benotung im Rahmen von Unterricht ermöglichen mussten. Die Note aber  war nicht das Kriterium für die Auswahl der Exponate. Gemeinsam mit den Schülern wurde  diskutiert, ausgewählt, arrangiert und schließ­lich gehängt. Auch das ein wichtiger Lernprozess für den Nachwuchs. Die bearbeiteten Themen  reichen von düsteren Großstadtimpressionen, dem Alterungsprozess, Sucht und Tod, dem Menschen als  gespaltener Persönlichkeit, Angst und Mobbing, Licht als Phänomen bis zum Ideal der Freiheit.

In Kombination mit den vielfältigen Mal- und Zeichentechniken, den ver­schiedenartigen Untergründen und Materialien sowie der großen Lust an experimentellen Arbeitsprozessen ist die Gesamtausstellung geprägt von einem unmittelbaren, äußerst leben­digen Umgang mit gestalte­rischen Möglichkeiten, bei dem das Betrach­ten Spaß macht.