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Aktion Im Bärenloch: Schüler lernen, warum Mülltrennung nicht für die Tonne ist

Aktion Im Bärenloch : Schüler lernen, warum Mülltrennung nicht für die Tonne ist

Was passiert eigentlich mit meinem zu klein gewordenen Lieblingspulli, nachdem ich ihn in den Altkleidercontainer geworfen habe? Und wie entsorge ich meine alten Schulhefte? Diese und andere Fragen wurden gestern im Entsorgungszentrum Bärenloch beantwortet.

Dort fand eine Rallye rund um das Thema Mülltrennung und Umwelterziehung statt, an der unter anderem die Klasse 5d der Hauptschule Central teilnahm. Spielerisch wurden teils kniffelige Fragen in Gruppen beantwortet, während die Kinder sich durch das Gelände arbeiteten. Die knallig orange-roten Sicherheitswesten waren dabei Pflicht.

Es war nicht das erste Mal, dass Klassenlehrerin Christa Abramowski mit einer Schulklasse das Entsorgungszentrum Bärenloch besuchte. "Wir sind schon das zweite Jahr hier und es zeigt durchaus Ergebnisse. Sonst wären wir ja nicht wiedergekommen", sagte die Klassenlehrerin mit einem Augenzwinkern. "Guckt mal, die ganzen Computer", rief Jan Luca Flocke erstaunt und zeigte auf den Container mit dem elektronischen Abfall. Dass sich auch so etwas in der Mülldeponie befindet, wussten die Mädchen und Jungen bisher noch nicht. Doch dafür wissen sie schon über eine Menge andere Sachen Bescheid. "In der Schule haben wir gelernt, dass man nicht zu oft Alufolie verwenden sollte, da es schlecht für die Umwelt ist. Stattdessen sollte man lieber Plastikbehälter nehmen, denn diese kann man häufiger benutzen", sagte der 12-jährige Mehmet Horuz.

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Im Fach Hauswirtschaft waren die Schüler zuvor bereits einen ganzen Tag lang von ihrer Lehrerin auf die Aktion vorbereitet worden. Gelernt wurde dabei unter anderem, welcher Müll welcher Tonne zuzuordnen ist und wie in Solingen Müll gesammelt wird. Meistens würden die Schüler aber bereits ein umfangreiches Vorwissen mitbringen, erklärte Christa Abramowski. Zudem solle die Abfall-Aktion ab sofort regelmäßig ins Schulprogramm aufgenommen werden.

Insgesamt gibt es das Projekt schon seit zehn Jahren. Jedes Jahr kommen etwa vier bis acht Klassen von weiterführenden Schulen ins Bärenloch. Für die Jüngeren gibt es eine sogenannte Kindergartenführung, die für Schüler bis einschließlich Klasse Zwei geeignet ist.

Die Veranstalter sind der Meinung, dass es besser ist, wenn Kinder schon früh eine Umwelterziehung bekommen. "Auch die Eltern lernen dabei mit", sagte die Leiterin des Projektes Martina Chudek. Denn häufig erklären die Kleinen ihren Eltern danach wochenlang genau, was sie bei der Mülltrennung alles falsch machen. Als Abschluss und Belohnung gab es für jeden einen Stoffbeutel, in dem sich noch eine kleine Süßigkeit versteckte.

Isabel Riedel

(RP)