Sauberkeit: und Bürger arbeiten Hand in Hand

Kampagne „Sauberes Solingen“ : „Sauberes Solingen“: Auftakt zum großen Reinemachen

Stadtverwaltung und Bürger engagieren sich für ein „Sauberes Solingen“.

Solingen soll sauberer werden. Das ist das erklärte Ziel von Oberbürgermeister Tim Kurzbach, den Technischen Betrieben (TBS) und dem Stadtmarketing. Am Dienstag wurde die Kampagne „Sauberes Solingen“ vorgestellt, die nicht nur nachhaltig wirken soll, sondern auch auf große Resonanz der Bürger setzt. Denn diese sollen beim großen Reinemachen in der Stadt mit anpacken.

Im Großen und Ganzen sei das Stadtbild zwar durchaus zufriedenstellend, „aber eine Stadt kann nie sauber genug sein“, findet der Verwaltungschef, der am Dienstag vor dem Rathaus mit Besen und Reinigungsmaschine erschien. „Noch mehr Sauberkeit vermittelt den Menschen ein besseres Gefühl und hilft dem Image der Stadt“, sagte Tim Kurzbach.

Gleichwohl räumte der Oberbürgermeister ein, dass es Stellen in der Stadt gebe, die dem Sauberkeitsziel noch nicht entsprechen. Eben diesen Plätzen sagt Kurzbach mit Hilfe der TBS nun den Kampf an. Wilde Müllkippen – also Orte, an denen einfach Unrat abgeladen wird – sollen ebenso verschwinden wie dreckige Problem-Ecken. Unter dem Motto „Mensch: Wir machen alle(s) sauber“ wurde nun die Kampagne gestartet, in der die TBS mit den Bürgern Hand in Hand arbeiten werden. „Sie kann nur durch gemeinsames Anpacken gelingen und zu einem dauerhaften Erfolg werden“, sagte Kurzbach.

Schon seit geraumer Zeit haben die Technischen Betriebe damit begonnen, kritische Punkte in der Innenstadt intensiv zu reinigen. Das betrifft zum Beispiel verdreckte Pflasterbereiche. Um Kaugummi-Flecken zu entfernen, ist ein spezielles Gerät angeschafft worden. „Als nächstes nehmen wir uns Ausstattungsteile wie etwa Verteilerkästen vor“, erklärt TBS-Chef Martin Wegner. Diese Verteilerkästen sollen danach zudem optisch aufgewertet werden. Ähnliches gelte für die Abfallbehälter in Kernbereichen der Innenstadt: „Wir werden sie Zug um Zug gegen bedienerfreundlichere und ansehnlichere Modelle auswechseln.“

Hilfreich ist laut Martin Wegner, der seit Beginn dieses Jahres im Einsatz befindliche Mängel-Melder über die Homepage der Stadt (www.solingen.de). „Wir können dadurch schneller reagieren und Missstände beseitigen“, betonte Wegner und kündigte gleichzeitig an, sich in den kommenden Wochen auch „mit dem leidigen Thema Hundekot“ beschäftigen zu wollen. Um die Verunreinigung durch Graffiti besser in den Griff zu bekommen, sucht die Stadt zudem den Dialog mit den Hauseigentümern.

Ohne die Unterstützung der Bürger kann die Sauberkeit in jeder Ecke der Stadt aber nicht gelingen. Deshalb ruft das Rathaus alle Bürger zum Mitmachen auf. Kurzbach: „Wenn jeder vor seiner eigenen Tür fegt und die Wege sauber hält, sind wir schon einen großen Schritt weiter.“ Um die Entsorgung kümmert sich die Stadt. Damit es am Kehrgerät nicht scheitert, kann jeder bei den TBS für einen Euro einen neuen Besen erwerben. Zu erhalten sind die Besen am TBS-Sitz, Dültgenstaler Straße 61.

(uwv)
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