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S-Bahn 7: Verkehr in Solingen und Remscheid wegen Krankmeldung eingestellt​

S 7 in Solingen und Remscheid : S-Bahn-Verkehr wegen Krankmeldung für mehrere Stunden eingestellt

Die S-Bahn der Linie 7 musste am Donnerstagmittag ihren Betrieb komplett einstellen. Der Grund: Ein Fahrdienstleiter im Remscheider Stellwerk hatte sich kurzfristig krankgemeldet.

Die Nachricht traf die Pendler und Reisenden auf der S 7 wie aus heiterem Himmel. Weil sich ein Fahrdienstleiter des Stellwerkes Remscheid kurzfristig krankgemeldet hat, ist der S-Bahn-Verkehr im Bergischen Land am Donnerstagnachmittag vollständig zum Erliegen gekommen. Ab 14 Uhr konnten auf der Strecke von Solingen über Remscheid nach Wuppertal für mehrere Stunden keine Züge verkehren. Erst am Abend gegen 20 Uhr sollte sich die Situation wieder normalisieren.

Von dem plötzlichen Ausfall betroffen waren etliche tausend Reisende sowie viele Pendler, die die Züge der S 7 ( „Müngstener“ ) täglich benutzen, um zum Beispiel zur Arbeit nach Düsseldorf oder Köln zu kommen. Zwar bemühten sich die Verantwortlichen, einen Schienenersatzverkehr auf die Beine zu stellen. Doch zunächst gelang es lediglich, einen einzigen Bus eines privaten Busunternehmens als Ersatz für die ausgefallenen Züge einzusetzen, so dass sich die Reisenden vor allem im nachmittäglichen Feierabendverkehr mit teilweise erheblichen zeitlichen Verzögerungen bei der Fahrt nach Hause abfinden mussten.

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Die Deutsche Bahn AG, die für die Stellwerke entlang der vom privaten Eisenbahnunternehmen Vias betriebenen S 7-Strecke verantwortlich ist, bedauerte die Unannehmlichkeiten für die Kunden. „Der Ausfall der Züge ist sehr ärgerlich“, sagte ein Sprecher der Bahn am Donnerstag auf Nachfrage. Gleichzeitig warb der Konzernsprecher um Verständnis. So habe die Krankmeldung des Mitarbeiters die Verantwortlichen erst kurz vor Schichtbeginn um 14 Uhr erreicht, weswegen es in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich gewesen sei, Ersatzpersonal nach Remscheid zu schicken.

„Die Nachricht, dass der entsprechende Fahrdienstleiter seinen Dienst nicht antreten kann, kam unmittelbar vor dem Schichtwechsel im Stellwerk“, sagte der Bahn-Sprecher, der ferner darauf verwies, dass die Personalsituation augenblicklich allgemein eher angespannt sei. „Wie auch anderswo gibt es bei uns momentan einen relativ hohen Krankenstand“, hieß es vonseiten der Regionalvertretung der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Parallel liefen vor Ort die Anstrengungen weiter, die Lage für die Reisenden zumindest ein bisschen erträglicher zu gestalten. So bemühten sich die Verantwortlichen zunächst darum, weitere Busse auf der Strecke vom Solinger Hauptbahnhof nach Wuppertal-Oberbarmen einzusetzen. Später gaben die Verantwortlichen dann unter anderem im Internet auf der Seite zuginfo.nrw bekannt, dass neben dem Busnotverkehr auch Taxis eingesetzt würden. Insgesamt sollten 20 Fahrzeuge beidseitig zwischen den zwei Endpunkten des Störungsbereichs pendeln und die betroffenen S-Bahn-Kunden zu ihren jeweiligen Zielen bringen.

Die S 7 ging erst zum 1. Februar dieses Jahres von dem bisherigen Betreiber Abellio auf den Anbieter Vias über. Die Beauftragung erfolgt über den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Die Deutsche Bahn AG ist wiederum für die Bahnhöfe und Haltepunkte an der Strecke sowie für besagtes Stellwerk verantwortlich.