S 1: Verkehrsverbund widerspricht VCD

S-Bahn 1 : Verkehrsverbund reagiert auf VCD-Kritik

Der Nahverkehr Rheinland betont, keine Abkoppelung Solingens vom S-Bahn-Verkehr zu planen. Sollte eine neue Trasse über Langenfeld führen, würden weiter Züge nach Ohligs rollen.

Der Nahverkehr Rheinland (NVR) hat Befürchtungen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) widersprochen, der im Zuge von Planungen für eine Trassenführung der S-Bahn 1 eine dramatische Verschlechterung für Solinger Pendler befürchtet. „Auch wenn die S 1 später einmal über Langenfeld bis Opladen verlängert würde, würden weiter Züge nach Solingen fahren“, sagte ein Sprecher des NVR am Montag.

Zuvor waren Überlegungen bekannt geworden, ab Hilden die Güterstrecke in Richtung Leverkusen-Opladen zukünftig für eine dann verlängerte S-Bahn zu nutzen. Eine Idee, die auf einen Antrag der Stadt Leverkusen in der NVR-Verbandsversammlung zurückgeht und nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie näher untersucht werden soll.

„Diese Trasse wäre aber lediglich eine Alternative zur ebenfalls im Raume stehenden Verlängerung der S 1 ab Solingen über Leichlingen nach Leverkusen-Opladen“, sagte der NVR-Sprecher, der betonte, zukünftig sollten weiter S-Bahnen bis zum Solinger Hauptbahnhof in Ohligs fahren.

Der VCD hatte indes nicht allein vor einer vollständigen Abkoppelung der Klingenstadt gewarnt. Vielmehr sieht der Verkehrsclub auch die Gefahr, dass im Zuge einer neuen Trasse nur noch wenige Züge nach Solingen rollen – etwa beschränkt auf die Hauptverkehrszeiten. Tatsächlich sind die Taktzeiten der S 1 aufgrund der vorhandenen Gleise begrenzt.

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