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Solingen: Runder Tisch über die Zukunft des Birkerbades

Solingen : Runder Tisch über die Zukunft des Birkerbades

Der CDU-Vorstoß, die Stadt solle das Birkerbad zum attraktiven Familienbad umbauen und dann einen Betreiber dafür suchen, droht unterzugehen. Jedenfalls sieht die Verwaltung wegen Finanzierungsproblemen alternative Überlegungen für das Hallenbad nach dem Rückzug der Lebenshilfe als höchst kritisch. Der vom Ressort des Ersten Beigeordneten Hartmut Hoferichter erstellte Sachstandsbericht kommt in der Sitzung des Sportausschusses am Montag, 4. Juli, auf den Tisch.

Die Stadt untersucht derzeit künftige Nutzungsmöglichkeiten, will aber den Badebetrieb möglichst erhalten. Dazu soll Ende Juli ein Workshop stattfinden. Beteiligungsgesellschaft, städtische Bädergesellschaft, Stadtentwicklung, Sachverständige sowie Vertreter der Schwimmvereine, aber auch der Fraktionen sollen gemeinsam über die Zukunft des Bades an der Birkerstraße beraten. Sollte kein finanziell machbarer Weg gefunden werden, nennt die Verwaltung als letzte Option auch die komplette Schließung des Bades.

Die Sanierung und den Betrieb des Birkerbades durch die Energiesparte der Stadtwerke hält die Verwaltung jedenfalls für "betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll". Zu prüfen wäre aber, ob die Bädergesellschaft beim Aus- und Umbau einspringen könnte, um das Bad dann an einen Betreiber zu verpachten – ähnlich wie beim Elisabeth-Roock-Haus geschehen. Fraglich wäre jedoch, ob die Bezirksregierung dieser wirtschaftlichen Beteiligung der Bädergesellschaft zustimmen würde.

Ob und in welchem Umfang das Birkerbad nach den Sommerferien fürs Schulschwimmen gebraucht wird, ist derzeit noch nicht geklärt. Vereine äußerten in Vorgesprächen ihre Priorität für das Vereinsschwimmen beim Klingenbad.

(RP)