Rosenmontagszug in Solingen findet statt

Auch Olaf Joachim tritt aus FSK-Vorstand zurück : Trotz Zoff: Rosenmontagszug findet statt

Der Rosenmontagszug ist nach den Angaben des Festausschusses Solinger Karneval (FSK) gesichert und soll sich am 24. Februar durch die Innenstadt schlängeln. „Die Kapellen sind bestellt und die meisten Vorbereitungen getroffen“, versichert Olaf Joachim, Vorsitzender der Karnevalspiraten.

„Zurzeit steht eigentlich nur noch die Nummernvergabe für die Wagen und Fußgruppen auf der To-do-Liste.“ Zuletzt gab es bei den Narren Sorge, dass der Zug ausfallen könnte, nachdem der vormalige Zugleiter Markus Röltgen überraschend seinen Hut genommen hatte.

Dabei sorgte Joachim bei einer außerordentlichen Sitzung des FSK am Mittwochabend noch einmal für einen Paukenschlag: Nachdem aus dem alten Vorstand des FSK zuvor bereits Markus Röltgen als Zugleiter, Patrick Klohs als Zweiter Vorsitzender und Bernd Heuschkel als Geschäftsführer von ihren Ämtern zurückgetreten waren, stellte nun auch Joachim seinen Posten als Kassierer zur Verfügung. Als Grund für die Entscheidung nennt er in erster Linie „unvereinbare Differenzen“ mit dem kommissarischen Vorsitzenden Arnd Krüger, der nach den Vorstandswahlen am Mittwoch  nun weiterhin den kommissarischen Vorsitz innehat.

Im Übrigen wurden bei der Sitzung mit Ausnahme von Veronika Rehm-Fischer, die mit einer klaren Mehrheit als Geschäftsführerin gewählt wurde, alle anderen Vorstandsmitglieder nur kommissarisch gewählt – Axel Krüger als Vorsitzender ebenso wie Axel Hawranke als Zugleiter und Ina Mors als Kassiererin.

Im Verband brodelt es schon länger. Nachdem Joachim Junker im Mai vergangenen Jahres den Vorsitz des FSK abgab, hatte der alte verbleibende Vorstand die Geschäfte zunächst weitergeführt. Bei einer Mitgliederversammlung im September wurde Arnd Krüger schließlich als kommissarischer Vorsitzender gewählt. Die Personalie war umstritten, zumal es für den 48-Jährigen kein klares Votum gab.

Olaf Joachim beklagt im Gespräch einen „schwierigen Führungsstil“ des kommissarischen Vorsitzenden – Krüger habe unter anderem länger geplante Termine kurzfristig verlegt und planerische Entscheidungen nicht transparent gemacht. Die außerordentliche Mitgliederversammlung hatte Krüger überraschend zur nicht öffentlichen Sitzung erklärt. „Abgesprochen war das so nicht“, moniert Joachim.

Derweil hatte Arnd Krüger bei der Versammlung einen Antrag gestellt, in dem Olaf Joachim nahegelegt wurde, seinen Vorstandsposten zu räumen. Arnd Krüger hält sich auf Nachfrage bedeckt. „Das wäre mit uns beiden nicht gut gegangen. Da gibt es kein Vertrauensverhältnis“, sagt er im Hinblick auf Joachim. Die neuerliche Wahl als kommissarischer Vorsitzender habe er angenommen, „weil ich am Solinger Karneval hänge“. Krüger war selbst in der Session 2015/2016 einmal Karnevalsprinz.

Dagegen bemüht sich die neue Geschäftsführerin Veronika Rehm-Fischer, die Wogen zu glätten. „Ich versuche jetzt mit allen Beteiligten an einem Strang zu ziehen. Wir engagieren uns alle ehrenamtlich, da sollte der Spaß nicht auf der Strecke bleiben.“