Solingen: Rosen und La Ola für die "gute Seele"

Solingen : Rosen und La Ola für die "gute Seele"

Schüler und Lehrer der Geschwister-Scholl-Schule an der Uhlandstraße verabschiedeten Hausmeister Klaus Ohliger.

Zum Abschied sollte es eine Überraschung für Hausmeister Klaus Ohliger geben - und sie war rundum gelungen. Nach insgesamt 29 Berufsjahren als Hausmeister, die vergangenen 13 davon an der Geschwister-Scholl-Schule im Unterrichtsgebäude Uhlandstraße, hatte Klaus Ohliger gestern seinen letzten Arbeitstag. 500 Schüler aus den 18 Klassen am Standort und rund 100 Lehrer aus dem Kollegium bereiteten dem gelernten Maler einen vermutlich unvergesslichen Abschied.

Vom Tor des Schulhofs, durch das Schulgebäude, wieder auf den Schulhof bis zur Mensa bildeten die Kinder ein Spalier für Ohliger, um ihren Hausmeister mit Applaus und La-Ola-Wellen zu feiern. So dauerte es Minuten, bis Ohliger wieder auf dem Schulhof auftauchte, wo er - mittlerweile mit einem Strauß voll orangener Rosen - noch einmal mit den Schülern "die Welle" zelebrierte.

Damit nicht genug: Extra für diesen Tag hatte die Zirkus-AG der Schule unter Leitung von Dagmar Kugel eine Show einstudiert, die sie auf dem Schulhof vorführte. So kam Ohliger in den Genuss, die Einlagen der Schüler, wie Einradfahren, Balancieren auf einem Ball und artistische Einlagen, bestaunen zu dürfen. "Klaus Ohliger ist die gute Seele hier. Man konnte immer kommen, immer war er da", betont Schulleiterin Elke Mosebach-Garbade.

Grund dafür war sicher auch, dass Klaus Ohliger in seiner Hausmeisterwohnung direkt auf dem Schulgelände wohnte. Jedes Jahr schmückte er mit den Schülern gemeinsam den Weihnachtsbaum der Schule. Den Ehrentag des beliebten Hausmeisters vorzubereiten war indes nicht ganz einfach. Denn ein Hausmeister, der immer zur Stelle ist, wenn er gebraucht wird, bekommt auch nahezu alles mit, was sich im Gebäude und auf dem Schulhof abspielt. Um die Überraschung nicht zu verraten, konnte die Aktion auch nicht auf dem Vertretungsplan stehen - denn den hängt der Hausmeister aus. Deshalb musste die Generalprobe unmittelbar vor dem Eintreffen Ohligers stattfinden.

(bjd)
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