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Solingen: Rohrbruch blockiert City

Solingen : Rohrbruch blockiert City

Wasser aus einem gebrochenen Rohr hat gestern Nachmittag die Fahrbahn der Konrad-Adenauer-Straße unterspült und den Verkehr in Richtung Innenstadt lahmgelegt. Eine Fahrspur bleibt weiter gesperrt.

Gegen 14 Uhr schlugen Anwohner der Konrad-Adenauer-Straße Alarm: An gleich drei Stellen auf der Fahrbahn und dem Bürgersteig sprudelte Wasser aus dem Erdreich und staute sich vor den Abflüssen. Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und der Stadtwerke rückten an, sicherten den Einsatzort und stoppten schließlich den Wasserfluss, indem sie Zuleitungen absperrten. Eine Stunde später staut sich der Verkehr vor der abgesperrten Fahrbahn in Richtung Innenstadt. Rot-weißes Flatterband sichert den Einsatzort. Verschobene Platten wölben sich auf dem Gehweg. Ein Keller im Eckhaus an der Kurfürstenstraße ist vollgelaufen. Doch ist auf der schlammverschmierten Fahrbahn nur noch eine kleine Lache sichtbar. Arbeiter beginnen mit einem Asphaltschneider, die Fahrbahn zu öffnen. Denn zu diesem Zeitpunkt ist noch völlig unklar, welchen Weg das Wasser nahm und wie groß der Schaden ist, den es angerichtet hat.

Der Wasserrohrbruch an der Konrad-Adenauer-Straße hat gestern vor Beginn des Berufsverkehrs zeitweise den Verkehr in die City lahmgelegt. Die Arbeiten zogen sich bis tief in den Abend hinein. Die schadhafte Stelle wurde schließlich gefunden und das Rohr ausgetauscht. Zumindest eine Fahrspur konnte so gegen Mitternacht wieder freigegeben werden. Die andere bleibt heute und vielleicht noch länger gesperrt. Autofahrern wird empfohlen, die Baustelle weiträumig zu umfahren.

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Im Wohnhaus an der Ecke Kurfürstenstraße waren 15 Bewohner über mehrere Stunden ohne Wasser. "Der Keller ist voller Schlamm", sagt Hans-Walter Schönlebe, der Mitbesitzer des Hauses ist. Für ihn liegt die Ursache des Rohrbruchs auf der Hand: "Das Problem ist die Verkehrsmenge. Es wird immer mehr." Vor allem der Lastverkehr mache den Bewohnern zu schaffen, klagt der Hausbesitzer. Es sei eben nicht nur der Lärm, der die Anwohner ärgert. Ständige Erschütterungen hätten auch Folgen für die Bausubstanz der Häuser, für die Fahrbahn und was sich darunter befinde. "Hier muss ständig nachgebessert werden", sagt Schönlebe und zeigt auf Asphaltrisse an einem abgesenkten Gully.

Auch für Annette Form, Inhaberin eines Spielwarenladens unweit der Rohrbruchstelle, war gestern der Tag gelaufen. Auch sie hatte kein Wasser, aber immerhin Strom. "Kunden kommen bestimmt keine mehr", sagt sie. "Doch was soll uns hier noch erschüttern?" Erst vor anderthalb Wochen hatte es an der Straße einen bundesweit beachteten Großeinsatz der Polizei gegen die Salafisten-Moschee gegeben.

(RP/top)