Richtfest im Solinger Hallenbad Vogelsang

Richtfest am Vogelsang : Hallenbad-Dach kommt nächste Woche

Nach vier Monaten Bauzeit wurde am Dienstag Richtfest für das neue Hallenbad Vogelsang gefeiert. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, im Frühjahr 2019 soll alles fertig sein. Der Ersatzbau fürs alte Hallenbad kostet rund neun Millionen Euro.

Zwei der Schwimmbecken sind schon klar zu erkennen, vor kurzem hat das Vorgebäude seinen wetterfesten Überbau bekommen – und nächste Woche wird dann auch das Dach der großen Halle an der Reihe sein. Knapp vier Monate nach der Grundsteinlegung nimmt das neue städtische Hallenbad Vogelsang an der Focher Straße immer deutlicher Formen an. Was wiederum zur Folge hatte, dass alle Verantwortlichen am Dienstag beim Richtfest guter Dinge waren, weiter im Zeitplan zu bleiben.

Jedenfalls ließ Paul Gerrits, ­Geschäftsführer des niederländischen General-Bauunternehmens Pelikaan, einmal mehr keinen Zweifel daran, pünktlich fertig zu werden mit dem rund neun Millionen Euro teuren Neubau, der augenblicklich an der Stelle des alten Hallenbades in die Höhe wächst. „Wir ­werden das Bad fristgerecht Ende März 2019 übergeben“, sagte Gerrits, der zusammen mit ­Architekt Jochen Batz von der Firma Krieger Architekten für das Projekt zuständig ist.

Ein Projekt wohlgemerkt, dessen Realisierung von Beginn an unter einem gewissen zeitlichen Druck stand. Denn die Gelder für den Bau, die nur aufgrund einer Sonderkreditermächtigung seitens der Bezirksregierung Düsseldorf aufgebracht werden konnten, müssen innerhalb einer gewissen Frist verbaut sein. Weswegen Oberbürgermeister Tim Kurzbach beim Richtfest am Dienstagnachmittag noch einmal alle Beteiligten ausdrücklich lobte. „Es ist toll, was die Bauarbeiter und die Handwerker trotz der Hitze der zurückliegenden Wochen und Monate geschafft haben.“ Der Oberbürgermeister erinnerte an die Strapazen, denen die Männer im „Jahrhundert-Sommer“ 2018 bei oftmals 35 Grad und mehr ausgesetzt gewesen waren.

OB Tim Kurzbach, Paul Gerrits vom Generalunternehmen Pelikaan und Architekt Jochen Batz (v.l.) berichteten über den Fortschritt der Bauarbeiten an der Focher Straße. Foto: Meuter, Peter (pm)

Mittlerweile bewegen sich die Temperaturen aber wieder in eher angenehmen Bereichen, so dass einem zügigen Fortgang der Bauarbeiten nichts im Wege stehen sollte. Beispielsweise ist vorgesehen, nach dem Aufsetzen des Hallendaches zügig mit den Montagen an den Schwimmbecken fortzufahren, die ihrerseits nicht gekachelt sein, sondern aus Edelstahl bestehen werden.

Dabei ist das hohe Tempo auf der Baustelle nur möglich, weil die beteiligten Firmen jahrelange Erfahrung beim Errichten von neuen Hallenbädern besitzen. Und weil es in Solingen in gewisser Weise ein Zusammentreffen von alten Bekannten gibt, die Hand in Hand arbeiten. So verteilte Pelikaan-Chef Gerrits am Dienstag noch einmal ausgesprochen gute Noten an die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft, Kirsten Olsen-Buchkremer. Mit ihr habe er schon bei einem anderen Projekt gut kooperiert. Und auch diesmal klappe alles reibungslos, betonte Gerrits beim Richtfest an der Focher Straße.

In dessen Rahmen grüßte einer der Zimmerleute die Anwesenden vom Dach des Vorbaus und erbat sich weiterhin Gottes Segen auf der Baustelle. Diesem Wunsch schloss sich auch Oberbürgermeister Kurzbach an, der zuvor bereits unterstrichen hatte, dass es bei dem Bau bislang keinen Unfall gegeben habe. „Das ist das Wichtigste“, sagte der OB, der hofft, dass es derart positiv weiter geht und die Solinger ab kommenden Jahr in dem neuen Familienbad mit einem 25-Meter-Becken, einem NIchtschwimmer-Becken sowie einer Plansch-Ecke ihre Bahnen ziehen können. Kurzbach: „Das Hallenbad Vogelsang ist ein Bad für alle Bürger, die dort, ohne viel Geld auszugeben, schwimmen können“.