Wichtige Bahnverbindung für Solingen und Remscheid RE 47 – Grüne fordern schnellstmöglichen Ersatz

Solingen · Nachdem bekannt wurde, dass der RE 47 voraussichtlich bis Ende dieses Jahres nicht mehr fährt, zeigen sich die Solinger Grünen „mehr als verärgert“. Sie sehen in der aktuellen Entwicklung „einen Rückschlag für die Verkehrswende“.

 Wegen des hohen Reparaturbedarfs wird der RE 47 voraussichtlich bis Ende dieses Jahres ausfallen. Foto: Peter Meuter

Wegen des hohen Reparaturbedarfs wird der RE 47 voraussichtlich bis Ende dieses Jahres ausfallen. Foto: Peter Meuter

Foto: Peter Meuter

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich „mehr als verärgert und tief enttäuscht“ darüber, dass der RE 47 offensichtlich in diesem Jahr nicht mehr fährt und es völlig ungeklärt ist, ob das Angebot ab 2025 wieder an den Start geht.

„Es ist Zeit für die Umstellung auf batterieelektrische Triebwagen und es braucht bis dahin eine Zwischenlösung für die Pendlerströme in den Hauptverkehrszeiten“, sagt Leon Kröck. Er ist mobilitätspolitischer Sprecher der Grünen im Rat der Klingenstadt Solingen und Vertreter für die Stadt in den Gremien des VRR. Er bezeichnet die Ausfälle als Rückschlag für die Regiobahn in Mettmann und die Verkehrswende.

Eigentlich sollte der RE 47 als stündliche Direktverbindung zwischen Remscheid-Lennep und Düsseldorf über Solingen ein bequemes neues Angebot für Pendler und Reisende aus den Städten sein. Geworben wurde mit einer Zugstrecke über die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, der Müngstener Brücke. Start war der 11. Dezember 2022. Nun fällt die Verbindung aufgrund der gebraucht gekauften Triebwagen und des ständigen Reparaturbedarfs schon seit Monaten aus und wird auch künftig auf absehbare Zeit nicht fahren. Die Werkstattkapazitäten seien erschöpft, heißt es vom Betreiber, und müssten angesichts der Situation ausgebaut werden.

„Wir fragen uns, wie konnte es sein, dass die Regiobahn für die neue Verbindung auf ein so offensichtlich überaltertes Zugmaterial zurückgegriffen hat?“, fragt Kröck. Die Grünen fordern nun einen schnellstmöglichen Ersatz und die Gewährleistung des Angebots zumindest in den morgendlichen und nachmittäglichen Hauptverkehrszeiten. Angesichts dieses „Desasters“ müsse alles dafür getan werden, „dass die von uns schon seit längerem geforderte Umstellung auf batterieelektrische Triebwagen nun vorgezogen wird und ab 2026 auf die Schiene kommt.“ Denn auch, als die RE 47 gefahren sei, habe sie aufgrund des Lärms und der Abgase ein großes Problem dargestellt.

(arue)
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