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Radclub fühlt Wahlkämpfern in Solingen auf den Zahn

Fragenkatalog für Solingen : Radclub fühlt Parteien und Wahlkämpfern auf den Zahn

Mit 14 Fragen zu zehn Themenkomplexen will der ADFC Solingen / Wuppertal ergründen, was die Parteien und OB-Kandidaten nach der Wahl in Sachen Radverkehr in der Klingenstadt vorhaben.

Geht es nach dem Willen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in der Region, soll sich der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen auch in Solingen in den kommenden Jahren deutlich nach oben entwickeln. Doch dafür sind nach der Überzeugung des ADFC etliche Investitionen notwendig, weswegen der Radclub nun, knapp einen Monat vor den Kommunalwahlen im Septemer, einen umfangreichen Fragenkatalog an die Parteien beziehungsweise an die OB-Kandidaten in der Klingenstadt verschickt hat.

Dabei verlangt der ADFC in insgesamt 14 Fragen zu zehn Themenkomplexen unter anderem Auskunft darüber, welche neuen „Leuchtturmprojekte“ der Politik während der kommenden Jahre vorschweben. Darüber hinaus wollen die Radler aber auch in Erfahrung bringen, wie Radfahrer aus Sicht der Parteien besser geschützt werden könnten und auf welche Weise eine gründlichere Überwachung etwa von Autofahrern denkbar wäre.

Dass Handlungsbedarf vorhanden ist, daran besteht für den ADFC Solingen / Wuppertal jedenfalls kein Zweifel. So verlangen die Radfahr-Lobbyisten beispielsweise neue, möglichst höhenneutrale Verbindungen zwischen den einzelnen Stadtteilen. Und der ADFC redet einer „fehlertoleranten Regelgeschwindigkeit von 30 km/h für Kraftfahrzeuge auf allen innerörtlichen Straßen“ – also einem deutlich verschärften Tempolimit überall in der Stadt – das Wort.

Eine Antwort der Parteien erhofft sich der ADFC innerhalb der nächsten zwei Wochen. Die Antworten sollen dann „aufbereitet und der Öffentlichkeit präsentiert“ werden, so der Radclub.

(or)