Solingen: Proberunden mit dem Elektroauto drehen

Solingen : Proberunden mit dem Elektroauto drehen

Wie fühlt es sich beim Fahren an, das Elektroauto? Wie hoch sind die Kosten für Anschaffung und Verbrauch? Wie funktioniert das Tanken aus der Steckdose? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Besucher am Samstag, 27. April, beim "Ersten Solinger Elektro-Mobilitätstag" am und im Forum Produktdesign im Südpark.

Von 11 bis etwa 16 Uhr präsentieren Stadtwerke, Elektro- und Kfz-Innung den neuesten Stand der Technik bei den Elektro-Mobilen und bieten ein breites Spektrum an Beratungsangeboten zum Thema Elektromobilität. Unterstützt werden die Organisatoren von ortsansässigen Autohäusern, dem E-Roller- und Pedelec-Anbieter Henkel, der Bergischen Entwicklungsagentur, dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und der Verbraucherzentrale. Schirmherr ist Stadtdirektor Hartmut Hoferichter.

Wer will, kann am Samstag ein paar Proberunden drehen. Dann geht es etwa mit dem Pedelec über die Korkenziehertrasse, mit E-Roller oder Elektroauto über Strecken am Südpark. Sechs verschiedene Modelle Elektroautos stehen bereit, ein Sortiment von E-Pedelecs sowie ein Sachs E-Roller. Die Stadtwerke informieren über vielfältige Fördermöglichkeiten, die Kfz-Innung gibt einen Marküberblick bei Elektrofahrzeugen. Eine Verlosung mit Preisen im Gesamtwert von 500 Euro rundet die Veranstaltung ab.

Noch sind die Reichweiten von Elektroautos auf rund 150 Kilometer begrenzt, die Anschaffungskosten gegenüber Benzinautos um 30 bis 40 Prozent höher, Ladestationen längst nicht flächendeckend installiert. Doch immerhin: Die "Tankkosten" sind deutlich niedriger, die Motoren gelten als langlebiger. Beim gestrigen Pressegespräch in großer Runde waren sich die Organisatoren einig: Dem Elektromobil gehört die Zukunft oder zumindest ein Teil davon. "Das ist längst kein Nischenthema mehr", sagte Stadtdirektor Hoferichter. "Wir brauchen eine verbesserte Infrastruktur." Derzeit gibt es in Solingen 220 ganz oder teilweise mit Elektromotor betriebene Fahrzeuge. Nach bundesweiten Zielvorgaben heruntergerechneten Zahlen sollen es 2020 zehnmal so viele werden.

(RP/ac)