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Solingen: Preis der Stadt Solingen geht nach Remscheid

Solingen : Preis der Stadt Solingen geht nach Remscheid

Der Grundgedanke "Amateurtheater trifft auf professionelles Theater" gilt als Basis der Walder Theatertage. Wobei Amateure wirklich die wichtigste Rolle spielen, denn der Bergische Theaterwettbewerb der Schul- und Jugendtheatergruppen wurde zum Herzstück der vielseitigen Kulturreihe, die in den letzten drei Monaten in vielen Stadtteilen Solingens gastierte.

Mehr als 30 Gruppen mit über 500 jungen Akteuren bewarben sich um die Theaterpreise, an drei Tagen im Mai zeigten sie vor einer Fachjury Auszüge aus ihrer Produktion im Pädagogischen Zentrum der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule (FALS). Die Preisverleihung stand dann auch im Mittelpunkt der großen Galaveranstaltung am Samstagabend im ausverkauften Pina-Bausch-Saal des Theater und Konzerthauses. "Ich konnte mir einige Auftritte ansehen und bin begeistert von der Qualität der Präsentationen, man spürt förmlich bei den jungen Menschen die Begeisterung für das Theater", sagte Schulleiter Peter Wirtz, der gemeinsam mit Dagmar Joseph, didaktische Leiterin der FALS, für die Organisation der Walder Theatertage verantwortlich zeichnet.

Alle nominierten Gruppen waren zur Gala eingeladen, aber die jungen Darsteller mussten sich erst einmal ein wenig in Geduld üben, denn der verschmitzte Moderator Peter Spielbauer überraschte mit seinen Wortspielen und kündigte im begeisternden Varieté-Programm Künstler von Weltklasse an.

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Auch nach dem Tod von Hans-Werner Gabriel verleiht die Familie Gabriel weiterhin einen Preis für die besten Grundschulen. Die Schule Weyer und die Grundschule Gottlieb-Heinrich-Straße wurden ausgezeichnet, den 1. Preis, dotiert mit 500 Euro und der schönen Laserskulptur, erhielt die Solinger Grundschule am Rosenkamp für das Stück "Alles wegen lila". Die Stadtwerke Solingen zeichneten eine originelle Solinger Produktion aus, Gewinner ist der Kurs "Darstellen und gestalten" der FALS mit dem Stück "Der Untergang des Hauses Usher".

Die weiteren Hauptpreise gingen aber geschlossen über die Wupper. Der große Gewinner ist das Remscheider Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Der dortige Schüler Joshua Bader gewann als bester Schauspieler den Preis der Sparkasse, der aus einem Theaterseminar besteht. Das EMAtheater des Gymnasiums gewann mit der Produktion "Late in the Night" den Theaterpreis der Stadt Solingen, dotiert mit 1000 Euro. Dahinter folgte eine Theatergruppe der Solinger Theodor-Heuss-Schule sowie eine Gruppe des Humboldtgymnasiums. Wer an diesem Abend leer ausgegangen war, der konnte sich aber am Showprogramm erfreuen, beispielsweise am Artistikstar Tobias Wegener als "Wall Clown" und dem genialen Puppenspieler "Minusmal".

Bürgermeister Ernst Lauterjung sprach in Vertretung von OB Norbert Feith die Laudatio auf den Preisträger und kündigte an, dass die Stadt Solingen auch im kommenden Jahr die Theatertage unterstützen werde, wo sie nur kann.

(wgü)