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Polizei verteidigt Vorgehen bei Clan-Hochzeit

Großeinsatz in Langenfeld : Polizei verteidigt ihr Vorgehen bei Clan-Hochzeit

Die Polizei war in die Kritik geraten, weil sie vor einer Hochzeit von Mitgliedern aus zwei libanesischen Großfamilien sogenannte Kooperationsgespräche geführt hatte. Bei den Kontrollen rund um die Hochzeit eines Mannes aus Solingen hatte es in Langenfeld zwei Festnahmen gegeben.

Die Polizei hat jetzt noch einmal Vorwürfe zurückgewiesen, die Mitglieder von zwei libanesischen Großfamilien im Vorfeld einer Hochzeit vor Kontrollen gewarnt zu haben. „Es hat nach einer genauen Lage-Einschätzung lediglich sogenannte Kooperationsgespräche mit der Familie des Bräutigams gegeben“, sagte ein Sprecher der zuständigen Kreispolizeibehörde Mettmann am Donnerstag auf Anfrage, nachdem die Durchführung des Einsatzes in den vergangenen Tagen einige Kritik ausgelöst hatte.

Tatsächlich hatte die Hochzeit, die in Langenfeld stattfand, am Sonntag auch in der Klingenstadt für reichlich Aufsehen gesorgt. So hatte sich von Solingen aus zunächst ein Autokorso in Richtung Langenfeld in Bewegung gesetzt, ehe die 600 Hochzeitsgäste hinter der Stadtgrenze von der Polizei überprüft wurden. Eine Maßnahme, die durchaus Ergebnisse zeitigte. Denn bei der Kontrolle kamen unter anderem Waffen zum Vorschein. Ferner wurde potenzielles Schwarzgeld eingezogen. Und es wurden zwei Personen festgenommen, die mit Haftbefehl gesucht worden waren.

Zuvor hatte es bei den Behörden schon seit Längerem Erkenntnisse gegeben, dass auch polizeibekannte Personen an der Hochzeit teilnehmen würden. „Auch um die Kollegen bei Einsatz keinen unnötigen Gefahren auszusetzen, fanden die Gespräche mit den Veranstaltern der Feier statt“, sagte der Polizeisprecher. Die Hochzeit selbst ging ohne weitere Vorkommnisse über die Bühne.