Solingen: Politik macht sich stark für die verfemte Kunst

Solingen: Politik macht sich stark für die verfemte Kunst

Im Kulturausschuss waren die Politiker einig: Ohne die verfemte Kunst als zweites Standbein ist das Museum Baden nicht zukunftsfähig. Und so stand im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung noch einmal das finanzielle Engagement zur Diskussion, das der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zugesichert hat. Doch wann und wie die Zuschüsse gezahlt werden, ist noch immer nicht klar. Am 19. März wird erneut beraten.

Bislang hat der LVR zwei Millionen Euro für eine Stiftung bereitgestellt, und er will den Bereich der verfemten Kunst mit einem Betriebskostenzuschuss fördern, der zwei Drittel der laufenden Kosten in diesem Bereich des Museums abdeckt. Bei der Stadt bleiben die Kosten für die Städtische Kunstsammlung und die Zeitgenössische Kunst.

Museumsdirektor Dr. Rolf Jessewitsch geht davon aus, dass Geld vom Landschaftsverband für den Bereich der verfemten Kunst frühestens im Herbst diesen Jahres verfügbar sein wird. Kulturausschussvorsitzender Rainer Villwock (FDP) ist sicher: Ein reines Kunstmuseum Baden wäre längst pleite, die städtische Kunstsammlung und die Bergische Kunstausstellung könnten auch eine andere Heimat finden, zum Beispiel im Klingenmuseum oder auch in den Güterhallen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Spardebatte, so Villwock gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, würde das Museum Baden ohne die verfemte Kunst als erstes auf der Streichliste stehen.

(RP)