Solingen: Planetarium in der Gaskugel

Solingen : Planetarium in der Gaskugel

Die Sternwarte Solingen ist mit ihren Plänen für das "Galileum" im Kugelgasbehälter an der Tunnelstraße, das eines der modernsten Mittelplanetarien Europas werden soll, einen großen Schritt weiter gekommen. Dr. Frank Lungenstraß, Geschäftsführer der Sternwarte Solingen, wirft schon jetzt einen Blick in die Zukunft.

Herr Dr. Lungenstraß, was tut sich bei der Planung für das Galileum in Ohligs?

Lungenstraß Eine ganze Menge. In den letzten zwei Monaten haben wir den größten Schritt nach vorne während der gesamten Planungszeit getan und freuen uns sehr auf das Entstehende. Am 27. September findet eine offizielle Präsentation der bisherigen Ergebnisse statt. Dort verraten wir auch, wie genau die weitere Realisierung des Projektes geplant ist. Bis dahin soll noch nicht so viel verraten werden. Nicht einmal unsere Mitglieder der Walter-Horn-Gesellschaft wissen bis zur Präsentation mehr.

Vielleicht können Sie einen kleinen Rückblick auf die letzten Monate der Planung geben?

Lungenstraß Bei der Präsentation Ende September werden wir den geladenen Gästen, darunter auch unseren Sponsoren, den Entwurf vorstellen, für den wir uns letztendlich entschieden haben.

Fiel die Auswahl schwer?

Lungenstraß Ja, denn es war wirklich viel Innovatives vertreten. Unser ausgeschriebener Architekturwettbewerb lief sehr erfolgreich. Im April haben wir uns für vier vorläufige Sieger entschieden. Im Mai luden wir diese vier dann zusammen mit unserer Fachjury zum Verhandlungsverfahren ein. Sie wählte den endgültigen Sieger aus, dessen Vorschlag verwirklicht wird.

Wer hat denn gewonnen?

Lungenstraß Auch das kann ich leider noch nicht öffentlich machen. Soviel sei gesagt: Die Stadt Solingen war ebenfalls bei dem Verhandlungsverfahren dabei und wir konnten uns über eine sehr positive Resonanz freuen.

Wie ging es dann weiter?

Lungenstraß Wir haben uns zunächst andere Planetarien angeschaut. Dann begann die Phase der intensiven Abstimmung mit dem Architekturbüro, das die Ausschreibung gewonnen hat. Die Knackpunkte lagen beispielsweise in der Anordnung und der genauen Positionierung der Sternwarte. Außerdem mussten wir uns noch Gedanken machen über Themen wie die Lenkung des Besucherflusses, die innere Ausstattung und auch die Bestuhlung.

Konnte der finanzielle Rahmen eingehalten werden?

Lungenstraß Ja, der Entwurf, für den wir uns entschieden haben, ist von den Kosten her absolut realistisch und machbar. Wir rechnen mit Gebäudekosten von maximal 3,5 Millionen Euro.

Wie klappt die Zusammenarbeit mit der Stadt?

Lungenstraß Wir sind sehr zufrieden und erhalten eine tolle Unterstützung. In Zukunft soll das Planetarium zum Ankerpunkt seiner Umgebung werden und wir rechnen damit, dass sich dort nach dem Bau noch viel tut. Über den genauen Rahmen müssen wir uns mit der Stadt noch abstimmen.

Wann soll der Baubeginn sein?

Lungenstraß Das ist schwer zu sagen - wenn alles gutgeht, könnte es 2013 losgehen. Die Bauphase selbst beansprucht ein knappes Jahr.

Wie reagieren die Ohligser?

Lungenstraß Wir freuen uns über sehr viele positive Stimmen und schätzen, dass mehr als 85 Prozent der Reaktionen zustimmend sind. Uns liegt viel daran, ein guter Nachbar zu sein. Gerne begrüßen wir Interessierte auch in unserer Sternwarte an der Sternstraße, die noch zwei Jahre als Stätte für unser vielfältiges Programm fungiert.

Pia Bergmeister führte das Gespräch.

(pbm)