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Solingen: Olbo-Ruine wartet auf Abtransport

Solingen : Olbo-Ruine wartet auf Abtransport

Die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Olbo-Gelände nimmt immer konkretere Formen an. Im Februar könnte nun auch der Bauantrag für das "O-Quartier" folgen.

Die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Olbo-Gelände nimmt immer konkretere Formen an. Im Februar könnte nun auch der Bauantrag für das "O-Quartier" folgen.

Die vielen Hügel an Bauschutt, die auf dem 6500 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Aachener Straße und Heiligenstock angehäuft sind, haben sich in eine bizarre Winterlandschaft verwandelt. Angesichts der riesigen Menge, die auf dem ehemaligen Olbo-Gelände lagert, ist es nur schwer vorstellbar, dass im April 2015 wie geplant mit der Wohnbebauung begonnen werden kann. "Ich bin guter Dinge, dass wir ohne Unterbrechung die Baustelle wechseln und sofort loslegen können, sobald der Heinepark in der Innenstadt fertiggestellt ist", sagt Gerd Fischer vom Solinger Bauträger "plan 8".

Obwohl von den 86 Wohnungen im "Olbo-Park" nur Pläne und Modelle existieren, ist der Verkauf weit vorangeschritten. "Wir sind mehr als im Soll und schon jetzt auf der sicheren Seite." Stolz erklärt Gerd Fischer, dass seit Juni 53 Notarverträge unterzeichnet worden seien. "Erfahrungsgemäß folgt der nächste Schwung, wenn der Rohbau steht und die Leute sich dann genau vorstellen können, wo und vor allem wie sie wohnen werden." Die Lage im Herzstück von Ohligs in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone und zum Hauptbahnhof sei nicht zu toppen. Nicht umsonst habe sich Gerd Fischer sieben Jahre lang um das Grundstück bemüht. "Die größten Wohnungen sind vergriffen", bilanziert der Unternehmer zufrieden.

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Wie auf fast allen Baustellen ruhen in diesen Tagen auch an der Aachener Straße die Abrissarbeiten. "Der Wintereinbruch durchquert zwar unseren Zeitplan, aber man kann ja nicht immer das Glück haben, bei Temperaturen von 15 Grad durcharbeiten zu können." Fischer geht davon aus, dass die Arbeiten trotz der Wetterverhältnisse Anfang Januar wieder aufgenommen worden: "Es handelt sich ja um keinen Hochbau, sondern nur um einen Abriss". Viele Großbauteile sind bereits klein gehäckselt worden, der Rest könnte in den kommenden Wochen geschreddert und dann komplett abtransportiert werden. Der nächste Schritt wären dann die Kellergewölbe unter der Werksruine, die die Unternehmensgruppe Graf von Thun und Hohenstein Veit freilegen muss. Gerd Fischer rechnet mit keiner Verzögerung, da der Vertragspartner mit einer Konventionalstrafe rechnen muss, wenn der Untergrund nicht fristgerecht bereitgestellt wird.

Womöglich gehen die Abrissarbeiten ohne große Verzögerungen auf der zweiten Hälfte des Olbo-Geländes weiter, sobald "plan 8" mit der Wohnbebauung beginnen kann. "Aus wirtschaftlichen Aspekten würde es auch keinen Sinn machen, den Abrisstrupp abrücken zu lassen, um ihn in ein paar Monaten wieder anzufordern", sagt Gerd Fischer. Nach Informationen unserer Zeitung beabsichtigt Dr. Jeannine Gräfin von Thun und Hohenstein Veit, die Geschäftsführerin der Unternehmensgruppe, spätestens im Februar den Bauantrag für das Einkaufszentrum "Q-Quartier" zu stellen.

Vor rund sieben Jahren hatte die Kommanditgesellschaft aus Bayreuth das Grundstück gekauft, seitdem waren die alten Produktionsstätten für Industrietextilien in einen Dornröschenschlaf gefallen. Ende 2016 soll zumindest der "Olbo-Park" mit seinen sieben Häusern und einer Tiefgarage fertiggestellt sein.

(RP)