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Solingen: O-Quartier "gefährlich" für Düsseldorfer Straße

Solingen : O-Quartier "gefährlich" für Düsseldorfer Straße

Das ehemalige Olbo-Gelände in Ohligs "muss bebaut werden" – Erhard Hitzegrad vom Feinkosthaus hält dies mit Blick auf die brachliegende Fläche zwischen Heiligenstock, Aachener Straße und Düsseldorfer Straße für erforderlich. "Aber so, wie es geplant ist, halte ich es für gefährlich", sagte Hitzegrad gestern Abend bei einer Bürgerversammlung (frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung) in der Festhalle. Er fürchtet: "Die Düsseldorfer Straße könnte dadurch leer werden."

Das ehemalige Olbo-Gelände in Ohligs "muss bebaut werden" — Erhard Hitzegrad vom Feinkosthaus hält dies mit Blick auf die brachliegende Fläche zwischen Heiligenstock, Aachener Straße und Düsseldorfer Straße für erforderlich. "Aber so, wie es geplant ist, halte ich es für gefährlich", sagte Hitzegrad gestern Abend bei einer Bürgerversammlung (frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung) in der Festhalle. Er fürchtet: "Die Düsseldorfer Straße könnte dadurch leer werden."

Auch Jörg Wacker hält die rund 9000 Quadratmeter zusätzlichen Einzelhandelsflächen für Ohligs im sogenannten O-Quartier für überdimensioniert und fürchtet Leerstand auf der Düsseldorfer Straße: "Früher waren auf dem Olbo-Gelände lediglich 5000 Quadratmeter geplant", sagte Wacker. 9000 zusätzliche Quadratmeter seien zu viel bei vorhandenen 15 000 Quadratmetern Einzelhandelsflächen, die Ohligs derzeit biete.

Rund 300 Bürger waren gestern Abend in die Festhalle gekommen, um sich über die Planungen auf dem ehemaligen Olbo-Gelände zu informieren und Bedenken und Anregungen abzugeben. Neben Einzelhandelsflächen — allein ein Lebensmittel-Vollsortimenter beansprucht 3000 Quadratmeter — sollen unter anderem zwei Textilkaufhäuser (1200 Quadratmeter) entstehen, überdies Dienstleister und Büros angesiedelt werden.

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85 bis 100 Eigentumswohnungen sind ebenfalls geplant, zudem etwa 450 Parkplätze. "Für die großen Handelsflächen sehen wir Mietverträge mit einer Laufzeit von 15 Jahren vor", erklärte Projektentwickler Wolfgang Düster. Er geht von 320 bis 350 Arbeitsplätzen aus, die im Quartier entstehen können.

"Man spürt Entwicklungsdruck, der auf dieser Fläche liegt", hatte eingangs Architekt Professor Markus Rathke mit Blick auf die 2,2 Hektar große Olbo-Fläche erklärt. Für den Bezirksvorsteher Marc Westkämper ist sie "eine der letzten Filetgrundstücke in Ohligs". "Das O-Quartier soll nicht gegen, sondern für und mit der Düsseldorfer Straße entwickelt werden", betonte Rathke.

Es mache keinen Sinn, durch das Quartier Konkurrenz für die Geschäfte an der Düsseldorfer Straße aufzubauen. "Ziel ist es, sinnvolle Ergänzungen zu schaffen", betonte auch Erster Beigeordneter Hartmut Hoferichter. Es werde kein isoliertes, abgeschottetes Quartier geben. "Wir wollen für alle eine Verbesserung der Situation erreichen", meinte Hoferichter.

Nach der gestrigen Bürgerbeteiligung folgt nun die Offenlage des Bebauungsplanes, Bedenken und Anregungen werden aufgenommen und bearbeitet. Bezirksvertretung, Planungsausschuss und letztlich der Stadtrat werden sich zudem noch mit der Bebauungsplanung beschäftigen. Hoferichter: Läuft alles normal, kann das O-Quartier Ende 2013 stehen."

Hier geht es zur Bilderstrecke: Entwürfe zum neuen Ohligser "O-Quartier"

(RP)