Solinger Josef Neumann (SPD) Politik mit Leidenschaft umsetzen

Solingen · Der Solinger Josef Neumann (SPD) kandidiert im Wahlkreis Wuppertal III-Solingen II erneut für den Direkteinzug in den NRW-Landtag. Im neugeordneten Wahlkreis gibt es rund 150.000 Wahlberechtigte.

 Josef Neumann (SPD) kandidiert zum vierten Mal für den NRW-Landtag.

Josef Neumann (SPD) kandidiert zum vierten Mal für den NRW-Landtag.

Foto: Uwe Vetter

Auf der SPD-Landesliste ist Josef Neumann einmal mehr nicht abgesichert. Nach 2010 schickt sich der 61-Jährige jetzt zum vierten Mal an, wieder direkt in den NRW-Landtag einzuziehen. 2010 und 2012 – vor zehn Jahren musste neu gewählt werden, weil die Linken der damaligen NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) die Zustimmung zum Haushalt verwehrten – sowie 2017 hat sich Josef Neumann stets duchgesetzt. „Mit meinem jetzigen Listenplatz 77 – zuvor war es Platz 99 – muss ich mich bei den Wählerinnen und Wählern in meinem Wahlkreis durchsetzen. Meine Ambition ist von daher klar, den Wahlkreis zu gewinnen.“

Josef Neumann ist zuversichtlich, dass dies gelingt, zumal er mit seinen bisher erzielten politischen Ergebnissen sehr zufrieden ist. „Wenn man sich mit Leidenschaft um Themen kümmert, dann kann man auch über Parteigrenzen hinweg viel erreichen“, sagt der Abgeordnete.

Seine Bilanz seit 2017 könne sich sehen lassen, findet der SPD-Politiker. Vor allem bei den Themen Gesundheit, Soziales, Arbeit, Inklusion und Teilhabe sowie Europa und Internationales hat sich der Solinger eingebracht und vieles mit auf den Weg gebracht. Und er will auch in Zukunft durch politische Initiativen Dinge zum Besseren verändern. Stillstand ist für ihn jedenfalls keine Option.

Gesundheit und Pflege werden nach Ansicht von Neumann die zentralen Themen der nächsten Jahre sein. Zudem müsse die zukünftige Krankenhausversorgung geklärt werden. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass etwa drei Viertel der älteren Menschen zu Hause gepflegt werden, ein Viertel in stationären Einrichtungen. Josef Neumann sieht die Pflege auch im engen Zusammenhang mit dem Klima, eine Zunahme von Atemwegs- und Herz-/Kreislauferkrankungen führt er hier als Beispiele an.

Vor Ort setzt sich Neumann dafür ein, die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. „Der Altschuldenfonds muss kommen“, sagt der 61-Jährige. Auch nachhaltiges Wirtschaften ist ihm ein Anliegen. Gerade hier hat der Landtagsabgeordneter entscheidend im Land mit dafür gesorgt, dass die zuvor herrenlose Industriebrache Rasspe in der Kohlfurth in städtische Hände gekommen ist und die rund sechs Hektar große Brachfläche – netto stehen etwa 44.000 Quadratmeter zur Bebauung zur Verfügung – reaktiviert wurde und schon bald wieder neu genutzt werden kann.

„Das ist eine herausragende Geschichte“, sagt Josef Neumann und freut sich darauf, dass 2023 erste Firmen auf dem Rasspe-Gelände angesiedelt werden sollen.

Stärkung von Teilhabe und Inklusion, Ausbau der Kinderbetreuung, Schaffung einer altersgerechten Infrastruktur, klimagerechtes Planen sowie der Ausbau des Bus-, Bahn- und Radwegenetzes – Josef Neumann hat für die neue Legislaturperiode eine Liste von Projekten, für die er sich weiter engagieren will. Ob in der Opposition wie derzeit oder als Abgeordneter einer Regierungspartei – für den SPD-Politiker ist das Erreichen von Ergebnissen maßgebend.

„Fünf Jahre Stillstand wie in der Bildungspolitik können wir uns aber nicht mehr leisten“, sagt Josef Neumann und findet es an der Zeit, dass am 15. Mai die Regierung von CDU und FDP abgewählt wird. Zumal der ökologische Wandel weitergeführt werden müsse. „NRW ist ein Industrieland. Das muss positiv weiterentwickelt werden, denn ohne Industrie und auch Handwerk gibt es keine ökologischen Impulse.“

Mehrfach war der Landtagsabgeordnete seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine, zuletzt auch in Polen und an der Grenze zur Ukraine unterwegs. Als stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe Polen/Mittel-/Osteuropa – Neumann spricht polnisch und russisch – setzt er sich für den Frieden in Europa ein: „Mit Herz, aber auch mit kühlem Kopf. Hier ist große Diplomatie gefordert, hinter den Kulissen wird viel gearbeitet.“

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