1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen

Novakovic plant „Ökosystem“ für Start-ups in Solingen

In der Innenstadt von Solingen-Ohligs : Novakovic plant „Ökosystem“ für Start-ups

Der aus Solingen stammende IT-Unternehmer will das ehemalige Hotel-Gebäude an der Bahnstraße nicht nur zu einem schicken Café und Boardinghouse umbauen, sondern die Infrastruktur in Ohligs für junge Gründer attraktiv machen.

Der aus Solingen stammende Unternehmer Mirko Novakovic arbeitet weiter an seiner Vision, Ohligs zu einem Hightech-Standort zu machen. Denn nachdem der Mitbegründer des IT-Unternehmens Codecentric als Investor bei der Orangery Coworking GmbH im vergangenen Jahr damit begonnen hat, das Gebäude der ehemaligen solidarischen Konsumgenossenschaft an der Prinzenstraße zu einem Coworking Space umzubauen, steht nun – wenige Wochen vor der voraussichtlichen Eröffnung der flexiblen Büros an der Prinzenstraße Anfang Juni – bereits das nächste Projekt in den Startlöchern.

So hat Novakovic in dieser Woche bekannt gegeben, das Gebäude des früheren Hotels Kaiserhof an der Bahnstraße direkt gegenüber des Solinger Hauptbahnhofes in Ohligs ebenfalls zu sanieren und dort einen weiteren Hotspot in Sachen Start-ups zu schaffen. Wobei das geplante schicke Café mit eigener Rösterei sowie Möglichkeiten zum Arbeiten am Computer in angenehmer Atmosphäre zukünftig nicht allein der Arbeit dienen, sondern darüber hinaus als sogenanntes Boardinghouse auch Übernachtungsmöglichkeiten bereithalten soll.

 Mirko Novakovic engagiert sich umfangreich in Ohligs. Zuletzt erweckte er die Festhalle aus ihrem Dornröschenschlaf. Nun nimmt er das Projekt Bahnstraße in Angriff.
Mirko Novakovic engagiert sich umfangreich in Ohligs. Zuletzt erweckte er die Festhalle aus ihrem Dornröschenschlaf. Nun nimmt er das Projekt Bahnstraße in Angriff. Foto: Peter Meuter
  • An der Prinzenstraße in Ohligs wird
    orangery GmbH in Solingen : Coworking Space an der Prinzenstraße
  • Nach der Ohligser Festhalle kündigt Mirko
    Am Solinger Hauptbahnhof : Novakovic kündigt neues Projekt in Ohligs an
  • Foto: Peter Meuter / Solingen ,
    Ordnungsamt und Polizei kontrollieren in Solingen : Stadt erlässt wieder Glasverbot beim Dürpelfest

„Das bietet sich in dem Gebäude an, da das Haus früher ja ein Hotel gewesen ist“, sagte Mirko Novakovic am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion. Denn immerhin, so der Unternehmer, seien die alten Hotel-Strukturen in den oberen Etagen des Gebäudes noch vorhanden. Novakovic: „Nach der Sanierung und dem Umbau könnten zwischen 15 und 20 Zimmer bereitstehen.“

Dabei schwebt Mirko Novakovic, der zuletzt auch die Festhalle Ohligs aus dem seit Jahren andauernden sprichwörtlichen Dornröschenschlaf geholt hat, bei seinen Investitionen an der Prinzenstraße und jetzt an der Bahnstraße vor, den Stadtteil und damit ganz Solingen attraktiv zu machen für junge Unternehmen sowie für Gründer aus der Tech-Wirtschaft. „Was wir benötigen, ist so etwas wie ein Ökosystem für Start-ups“, betonte der 45-Jährige – wohlwissend, dass speziell junge Firmen von einer guten Umgebung profitieren, in der sie sich weiterentwickeln und wachsen können.

So startete Novakovic selbst zusammen mit seinem Partner Rainer Vehns im Jahr 2005 im Solinger Gründer- und Technologiezentrum an der Grünewalder Straße mit seiner Softwarefirma Codecentric, die seitdem rasant gewachsen ist und heute als international tätiges Unternehmen seinen Sitz in der vor einigen Jahren eröffneten Firmenzentrale an der Hochstraße in Ohligs-Ost hat.

Gleichzeitig geht es für Start-ups aber nicht nur um „harte“ Standortfaktoren, sondern auch um eine „weiche“ Infrastruktur, in der sich Gründer und auch potenzielle Mitarbeiter wohlfühlen – wenn man so will eben um ein „Ökosystem“ für die Generation Z. „Wir müssen uns fragen, was es zum Beispiel in Berlin oder Hamburg gibt, was in Ohligs fehlt“, sagte Novakovic am Mittwoch.

Dementsprechend wird Orangery Coworking in dem zukünftigen Coworking Space an der Prinzenstraße zum Beispiel neben Einzelbüros, Flex Desks sowie Meetingräumen auch ein Fitnessbereich, eine Sauna und ein Restaurant bieten, während das neue Projekt an der Bahnstraße – neben den Zimmern im Bordinghoause – vor allem auf ein „cooles Fastfood-Konzept“ in dem Café mit Rösterei und eigener Bäckerei setzt. „Dort soll man draußen sitzen können und sich in schöner Atmosphäre entspannen“, skizzierte Mirko Novakovic jetzt schon einmal seine Vision für das ehemalige Hotel-Gebäude.

Für die Planung rechnet der Unternehmer insgesamt mit einem Zeitraum von etwa sechs Monaten, so dass „zeitnah“ mit dem Umbau des Gebäudes begonnen werden kann. Mirko Novakovic: „Das ist dann ungefähr Anfang kommenden Jahres.“