Solingen: Noch freie Büros im alten Rathaus

Solingen: Noch freie Büros im alten Rathaus

Rund zwei Millionen Euro hat Planbau Schwaben ins frühere Walder Rathaus investiert. Nach den Worten von Gesellschafter Jens Caspar hat die Sanierung mehr Zeit beansprucht, so dass die Vollvermietung noch nicht erreicht werden konnte.

Das große, ansprechend gestaltete Banner vor der ehrwürdigen Backsteinfassade des alten Walder Rathauses ist unübersehbar. "Raum für kreative Gestalter und innovative Dienstleister" – so wirbt Investor Planbau Schwaben um weitere Mieter für die Büros von 16 bis 600 Quadratmetern an der Friedrich-Ebert-Straße.

"Wir sind derzeit zu rund 60 Prozent belegt", sagt Gesellschafter Jens Caspar im Gespräch mit unserer Zeitung zur Vermietungsquote. Die Bauträger- und Vermietungsfirma aus Stuttgart hat die Immobilie von der Stadt gekauft und vor gut einem Jahr "Smart up" eröffnet. Dahinter steckt die Geschäftsidee eines modernen Bürocenters aus einer Mischung aus Industrie-Antiquitäten und hochmoderner Technologie in den Räumen eines denkmalgeschützten Hauses, das im Jahr 1891 erbaut worden ist.

Kein banales Bauträgerprojekt

Eigentlich wollte der 44-jährige Schwabe das zum kreativen Bürocenter umgestaltete Amtsgebäude bereits ihm vergangenen Sommer zu 100 Prozent vermietet haben. Ein ehrgeiziger Wunsch, der in der Form nicht zu realisieren gewesen ist, wie er heute in einer Bilanz feststellt. Grund dafür ist die aufwendige Sanierung der Immobilie, die nach Caspars Worten mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als anfangs von ihm geplant war. "Wir haben uns dafür aber auch Zeit gelassen."

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Für den Gesellschafter von Planbau Schwaben belegt dies zugleich den eigenen Anspruch an die Büroräume im "Smart up Center". "Wir wollen kein banales Bauträgerprojekt umsetzen." Zwei Millionen Euro habe er schon in das alte Rathaus an der Friedrich-Ebert-Straße investiert. Der Erneuerung der Fenster steht noch an.

Ab 129 Euro im Monat ist von Planbau Schwaben derzeit ein Büro im früheren Rathaus zu bekommen. Je nach Größe steigert sich dies auf eine monatliche Miete bis zu 1000 Euro. Jeder Mieter erhalte bei uns einen Mehrwert, wirbt Caspar. Gemeinschaftsräume für Kundenbesprechungen und der alte Bürgermeistersaal im ersten Stock über dem Haupteingang zur Präsentation können dann ohne Zusatzkosten mitgenutzt werden. Nebenan in einem früheren Amtszimmer hat er sogar eine Bar eingebaut. Idealerweise, erklärt Geschäftsmann Caspar, gehe man doch nach der Präsentation mit den Kunden an die Bar, um anschließend den Vertragsabschluss im Besprechungszimmer zu fixieren.

Übrigens: Unter den freien Büros an der Friedrich-Ebert-Straße ist auch der einstige Sitzungssaal, in dem in der Vergangenheit die Walder Bezirksvertretung getagt hat. Caspar lädt die Stadtteilpolitiker und beispielsweise ebenso Wirtschaftsjunioren ins "Smart up" ein. Die könnten den großen Präsentationssaal sogar kostenlos nutzen. Es sei gut, sagt er, Besucher und Bewegung im Haus zu haben.

Mieter sind momentan "Medi-Sport", Wolfgang Günther mit seiner "Bergischen Hausmeister Akademie", aber unter anderem auch ein Orthopäde, ein Finanzdienstleister und ein Architekt, eine Anwaltskanzlei sowie eine Praxis zur Stressbewältigung.

(RP)
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