Solingen: Neues Zentrum für Knie und Hüften

Solingen: Neues Zentrum für Knie und Hüften

Mit dem neuen Zentrum für orthopädische Endoprothetik arbeitet das Städtische Klinikum verstärkt mit den niedergelassenen Orthopäden zusammen. Das Zentrum bietet Knie- und Hüftgelenk-Operationen. Auch eine Rehabilitationseinrichtung ist angebunden.

Patienten, die ein neues Hüftgelenk bekommen müssen, wählen für diese Operation oft Kliniken außerhalb. Für die Nachsorge ist dann in der Regel der Orthopäde vor Ort zuständig, dem nicht selten wichtige Daten aus der Klinik, die für die Operation verantwortlich war, fehlen. Mit der Gründung des Zentrums für orthopädische Endoprothetik sollen die Kompetenzen der Klinik und der niedergelassenen Ärzte gebündelt werden.

150 Hüftoperationen im Jahr

Ziel ist es, die Zahl der Hüftoperationen, die derzeit bei 150 im Jahr liegt, zu steigern. Bei den künstlichen Kniegelenken hofft man, auf mehr als 100 Operationen im Jahr zu kommen. "Ich denke, dass die Patienten eine solche Qualitätsoffensive honorieren werden", sagte gestern Hans-Joachim Fietz-Mahlow, der Geschäftsführer des Klinikums, bei der Präsentation des Projektes. Bislang beteiligen sich an dem Zentrum drei orthopädische Praxen sowie die ambulante Reha-Einrichtung Burgerland.

  • Wesel : Lob für Endoprothetik-Zentrum

"Uns ist wichtig, dass unsere Patienten möglichst rasch und unter hohen Qualitätsstandards mit hochwertigem Gelenkersatz versorgt werden", sagt der niedergelassene Orthopäde Dr. Ralf Oetker, der das Zentrum maßgeblich mit aus der Taufe gehoben hat. Sein Kollege Dr. Thomas Fröhlich schätzt an dem neuen Zentrum, dass der Kontakt zum Patienten auch während des Klinikaufenthaltes nicht abreißt. Außerdem könne der niedergelassene Orthopäde vom Unfallchirurgen in der Klinik lernen und umgekehrt. Das sieht auch Klinik-Chefarzt Professor Dr. Christian Voigt so. Früher habe es einen regelrechten Operationstourismus gegeben, obwohl die Endoprothetik im Klinikum auf hohem Niveau sei. Neun bis 14 Tage bleibt der Patient nach Hüft- oder Knieoperationen stationär im Krankenhaus, danach wird er in den Praxen vor Ort versorgt.

"Nach den Operationen machen wir die Patienten wieder alltagstauglich", erklärt Gabriele Eckhardt vom ambulanten Rehabilitationszentrum Burgerland. Auch hier können die Patienten auf ein Angebot vor Ort zurückgreifen. "Spätestens nach fünf Tagen hat der Patient bei uns einen Termin für die erforderliche professionelle Reha", sagt die Inhaberin des Zentrums.

Im Klinikum hofft man, die Operationssäle künftig noch optimaler zu nutzen. Neben den jetzt mitwirkenden niedergelassenen Ärzten sind weitere Kooperationspartner durchaus willkommen.

(RP)