Neue Pläne für Kreisel Bonner Straße in Solingen

Verkehrspolitik in Solingen : Neue Pläne für Kreisverkehr Bonner Straße

Nach ersten Prüfungen präferiert die Stadt einen Kreisel auf dem Weg zur A 3. Nun sollen bald Detail-Untersuchungen folgen.

Das Thema ist seit fast zwei Jahrzehnten eine Art Dauerbrenner in der Solinger Politik. Ginge es zum Beispiel nach der BfS, würde die Ampelanlage an der Kreuzung der Bonner Straße mit der Verbindung zur Viehbachtalstraße sowie mit der Langhansstraße in Ohligs eher heute als morgen durch einen modernen Kreisverkehr ersetzt. Denn dadurch könnte sich – so zumindest die Hoffnung – die Fahrtzeit zur Autobahn 3 deutlich verkürzen.

Wobei die Chancen für eine zumindest teilweise verbesserte Verbindung der Klingenstadt mit der A 3 nun eventuell ein Stück weit gestiegen sind. Denn für die November-Sitzungen der Bezirksvertretung Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid sowie des Planungsausschusses liegt inzwischen eine neue Informationsvorlage der Verwaltung vor, in der eine mögliche Variante für den zukünftigen Kreisel Bonner Straße skizziert wird.

So könnte die Gesamtanlage – zusätzlich zum eigentlichen Rondell – über zwei sogenannte Bypässe, also separate Abbiegespuren verfügen. Auf diesen würde der Verkehr von der Viehbachtstraße in Richtung Ohligs und von der A 3 kommend in Richtung Stadtautobahn laufen. Über den Kreisverkehr selbst würden die Autos wiederum von der Viehbachtalstraße zur Autobahn 3 fahren.

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Die Langhansstraße im westlichen Bereich der heutigen Kreuzung wäre hingegen nicht über den Kreisel zu erreichen. Autofahrer, die dorthin gelangen wollten, müssten später vielmehr über den Kreisel in die Bonner Straße Richtung A 3 und Langenfeld fahren, um nach einigen Metern sowie hinter der aktuellen Zufahrt zum Parkplatz des städtischen Verwaltungsgebäudes in einen neuen Zubringer abzubiegen. Dieser würde dann zur Langhansstraße und weiter Richtung Heide sowie Hilden führen.

Die Linksabbiegespur der „Vieh“ würde in den Kreisel führen. Weiter rechts bliebe der Bypass nach Ohligs. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Gleichzeitig würde die Langhansstraße auf ihrem letzten Stück vor dem Kreisel zu einer Sackgasse, was nach Ansicht von Stadtdirektor Hartmut Hoferichter vor allem einen Vorteil hätte. „Auf diese Weise würde der Kreisverkehr nicht überlastet“, sagte Hoferichter in seiner Funktion als Planungsdezernent am Dienstag.

Parallel hieß es aus dem Rathaus, nun gelte es zunächst einmal die nächsten Planungsschritte in die Wege zu leiten. „So muss beispielsweise genau untersucht werden, ob eine solche Variante wirklich zu einer spürbaren Verbesserung des Verkehrsflusses führt“, betonte Stadtdirektor Hoferichter, der in diesem Zusammenhang ankündigte, die Stadt werde demnächst mit dem für die Bonner Straße zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW über die Kreisverkehr-Planungen sprechen.

In Teilen der Solinger Politik wurde die neue Entwicklung in Sachen Kreisel derweil positiv aufgenommen. So begrüßten sowohl der Ohligser Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU), als auch BfS-Vorsitzender Martin Bender die Pläne. „Wir erhoffen uns, dass so die gefährlichen Wendemanöver im Bereich der heutigen Kreuzung sowie an der Hackhauser Straße aufhören und der Verkehr Richtung Autobahn besser fließt“, sagte Westkämper, der davon ausgeht, dass eine direkte Verbindung der „Vieh“ mit der A 3 gestorben ist. Marc Westkämper: „Dies ist aus Sicht der CDU Ohligs politisch nicht mehr durchsetzbar“.

An der Bonner Straße südlich des Verwaltungsgebäudes könnte der neue Abzweig zur Langhansstraße entstehen. Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Eine Haltung, die allerdings nicht von allen in der CDU geteilt wird. Und auch die BfS will die große Lösung beim Solinger Autobahn-Anschluss nicht ohne Not begraben. Wichtig sei, dass der Bereich Aufderhöhe dauerhaft entlastet werde und der Verkehr zur A 3 endlich besser laufe, stellte Martin Bender am Dienstag für die Bürgergemeinschaft klar.

Ferner betonte der BfS-Chef, eine Verbindung in die Heide müsse gewährleistet sein. „Ob diese direkt aus dem Kreisel in die Langhansstraße oder – wie geplant – über die Bonner Straße sowie eine neue Zuwegung erfolgt, spielt keine Rolle“, unterstrich Bender.