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Neue Kuppel für das Galileum Solingen

Galileum Solingen : Solingens neue Verbindung zu den Sternen

Am Mittwoch wurden auf dem Galileum-Neubau das Teleskop samt Kuppel installiert. Damit ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Sternwarte geschafft. In den nächsten Monaten sollen neue Sponsoren und Spender gefunden werden.

Die zukünftige Solinger Sternwarte im Galileum nimmt immer deutlicher ihre Gestalt an. In einem guten halben Jahr, am 5. Juli 2019, soll die neue Attraktion im Westen der Stadt endlich eröffnet werden. Und auf dem Weg dorthin haben die Verantwortlichen der Walter-Horn-Gesellschaft nun einen weiteren wichtigen Meilenstein zurückgelegt. Seit Mittwoch thront nämlich eines der Herzstücke der späteren Sternwarte mit angeschlossenem Planetarium auf dem Dach des Galileum-Neubaus an der Tunnelstraße in Ohligs-Ost.

Dabei gingen die Montagen der immerhin 1,6 Tonnen schweren Kuppel und des Teleskopes zwar nicht in Lichtgeschwindigkeit, wohl aber schneller als erwartet über die Bühne. Erst am Mittwochmorgen um 8 Uhr hatten die Angestellten der beteiligten Firmen mit den Arbeiten begonnen, um schließlich am frühen Nachmittag Vollzug melden zu können: Die neue Verbindung der Klingenstadt zu den Sternen war hergestellt.

Gleichzeitig ist jedoch noch jede Menge Arbeit vonnöten, ehe von Ohligs aus die ersten Blicke in die Weiten des Weltalls geworfen werden können. So sollen die kommenden Monate ganz im Zeichen des Innenausbaus von Sternwarte sowie Planetarium stehen, derweil die Walter-Horn-Gesellschaft selbst als Trägerin des Galileums darum bemüht ist, zusätzliche Sponsoren beziehungsweise Spender ausfindig zu machen.

 Vom Dach des Galileum-Neubaus bietet sich ein beeidruckender Blick. Das Teleskop reicht aber viel weiter ins All.
Vom Dach des Galileum-Neubaus bietet sich ein beeidruckender Blick. Das Teleskop reicht aber viel weiter ins All. Foto: Köhlen, Stephan (teph)
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Der Hintergrund: Seit der symbolischen Grundsteinlegung am ehemaligen Kugelgasbehälter der Stadtwerke Solingen Ende September 2016 haben sich die Kosten für das ursprünglich einmal auf gut sieben Millionen Euro taxierte Projekt spürbar nach oben bewegt und liegen mittlerweile bei einer Summe von rund acht Millionen Euro. Beispielsweise erwies sich die umweltgerechte Entsorgung des alten Bodens auf dem Grundstück komplizierter, als zunächst angenommen worden war.

„Allein für die Beseitigung des Erdreichs in einigen Außenbereichen haben wir zuletzt etwa 70.000 Euro zahlen müssen“, gab der Geschäftsführer der Walter-Horn-Gesellschaft, Dr. Frank Lungenstraß, am Mittwoch einen ungefähren Überblick zu den im Raume stehenden Größenordnungen. Deshalb sowie aufgrund von weiteren Kostensteigerungen gehen Lungenstraß und seine Mitstreiter davon aus, dass insgesamt zusätzlich 200.000 Euro über Sponsoren und Spender eingeworben werden sollten.

80 Prozent der ursprünglich angenommenen Baukosten werden durch Fördergelder der Städtebauförderung NRW  aufgebracht. Diese Landesförderung bezieht sich allerdings lediglich auf das Gebäude. Die restlichen Kosten muss der Träger schultern.