Solingen Nächstes Projekt ist eine Orangerie

Solingen · Schon zum vierten Mal gab es einen Scheck für Oberbürgermeister Franz Haug. Nicht für sich persönlich sondern natürlich für die Stadt nahm er auch gestern von Vertretern der Stiftung Botanischer Garten 25 000 Euro entgegen. 100 000 Euro Bargeld sind in den vergangenen vier Jahren geflossen, hinzu kommt Arbeitsleistung, von der Beetpflege bis zum Schließdienst.

Der Zuschussbedarf für die beliebte grüne Oase am Vogelsang muss nach den Vorgaben des Haushaltssicherungskonzeptes um 125 000 pro Jahr gesenkt werden, mehr als 50 Prozent hat die Stiftung, die inzwischen 312 Mitglieder hat, bereits erwirtschaftet. Und eigentlich sollte der Botanische Garten nach dem Willen der Verwaltung für so viel Engagement aus dem Haushaltsicherungskonzept genommen werden, doch da fühlten sich die Politiker übergangen und beschlossen im Finanzausschuss, die Entscheidung auf Herbst zu vertagen.

"Damit können wir leben", sagt Stiftungsvorsitzender Wili Schulenberg, der bereits das nächste Projekt für den Botanischen Garten vor Augen hat: eine Orangerie als grünes Klassenzimmer in Kooperation mit den Schulzentrum Vogelsang zu nutzen, als Versammlungsstätte für die Rosenfreunde, als Treffpunkt. Vielleicht, so sagt Stiftungskassierer Hans Mewes, gibt es dafür Zuschüsse von der NRW-Stiftung. Ostern jedenfalls wird erst einmal der Kiosk im Botanischen Garten eröffnet. Ein wenig Geld kann hiermit sicher erwirtschaftet werden, vor allem aber war es der Wunsch vieler Besucher, Getränke, Eis und Kleinigkeiten kaufen zu können. Zunächst nur an Sonn- und Feiertagen, später nach Bedarf und Wetter vielleicht auch öfter soll der Kiosk geöffnet sein, betrieben natürlich von den ehrenamtlichen Helfern der Stiftung. Auch zum instandgesetzten Teich flossen fast 6000 Euro aus der Stiftung.

Oberbürgermeister Franz Haug vernahm die neuen Entwicklungen mit Freude, bestätigt darin, was er gerne immer wieder sagt: "Sie sind mein Vorzeigeprojekt." Was die 1998 gegründete Stiftung auf die Beine gestellt hat, sei eine "einsame Leistung".

(RP)