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Engelsberger Hof: Nach 25 Jahren sprudelt der denkmalgeschützte Brunnen wieder

Engelsberger Hof : Nach 25 Jahren sprudelt der denkmalgeschützte Brunnen wieder

Nach mehr als 25 Jahren ist der Brunnen im Engelsberger Hof wieder in Betrieb. Das freut nicht nur die Besitzer, sondern auch viele Gäste.

Ein kleiner Junge beugt sich über das blumenbepflanzte Geländer und schaut zu, wie das Wasser aus den steinernen Köpfen plätschert und gute fünf Meter in die Tiefe fällt. Er hüpft eine der beiden Steintreppen hinunter, um die große Brunnenanlage von unten zu betrachten. Doch noch vor kurzer Zeit war der Brunnen im Engelsberger Hof ein trostloser Anblick. Dass sich jetzt wieder Besucher an ihm erfreuen können, ist das Werk von Roman Gnilka (50) und seiner Frau Wioletta (43). Seit drei Jahren betreiben sie nun schon das Restaurant "Schlesische Schänke" und hatten von Anfang an die Idee, den alten Brunnen wieder herzurichten, der 1907 zusammen mit dem Gebäude erbaut wurde. Über 25 Jahre war er nun schon trocken gelegt. Jedoch war die Restaurierung nicht so einfach, da der Brunnen unter Denkmalschutz steht. Im Frühjahr begannen dann schließlich die Arbeiten. Zuerst mussten Laub und Schlamm, der sich über die Jahre angesammelt hatte, entfernt werden. Außerdem waren eine neue Dichtung und neue Pumpen notwendig, und das war alles mit großer Vorsicht einzubauen. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Seit dem 1. Juni fließt das Wasser wieder. Von den Besuchern gibt es nur positive Rückmeldungen. "Der ganze Bereich sieht jetzt unheimlich schön aus", sagt Ronald Creemers (66), ein Spaziergänger. Außerdem würden viele Hochzeitsgesellschaften den Brunnen als Hintergrund für ihre Fotos nutzen, sagt Wioletta Gnilka. Auch bei Spaziergängern sei der Brunnen ein beliebtes Fotomotiv. Denn nicht nur am Brunnen, sondern auch im restlichen Außenbereich haben die Gnilkas etwas verändert. Neben dem Restaurant gibt es nun eine kleine Bühne, viele Tische und direkt vor dem Brunnen eine kleine Feuerstelle, umringt von Fackeln, die eine schöne Kulisse für die vielen Feste in der "Schlesischen Schänke" schaffen. "Ich würde das Gelände hier gerne noch mehr verschönern, aber das Gebiet steht unter Naturschutz und ist im Besitz der Stadt Solingen", erklärt Roman Gnilka.Dennoch sind die Besucher froh, dass er dem Park wieder neues Leben eingehaucht hat.

Sarah Butz/ Viviane Schneider

(RP)