Solingen: MVV will sich stärker bei Stadtwerken engagieren

Solingen: MVV will sich stärker bei Stadtwerken engagieren

Der Mannheimer Energieversorger MVV, der Anteile an den Stadtwerken (SWS) hält, geht in die Offensive. Nachdem die Süddeutschen in der Klingenstadt kritisiert worden waren, die Stadtwerke etwas links liegen zu lassen und Stimmen laut geworden waren, die Stadt solle die MVV-Beteiligung lieber wieder zurückkaufen, legten Vertreter des Versorgers bei der gestrigen SWS-Gesellschafterversammlung nun aus, wie man sich das zukünftige Engagement in Solingen vorstellt.

Dabei sieht man in Mannheim den Einstieg bei den SWS offenbar weiterhin als eine "strategische", soll heißen langfristige Maßnahme. Nachdem die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren wegen der letztlich gescheiterten Fusionsgespräche mit Remscheid sowie Velbert nicht so intensiv weiterentwickelt worden seien, wolle man nun die Kooperation wieder verstärken. Dies hatte in der vergangenen Woche bereits MVV-Chef Dr. Georg Müller bei einem Gespräch mit Oberbürgermeister Norbert Feith verdeutlicht, der eigens nach Mannheim gereist war. Langfristig müssen die Solinger Stadtwerke, da waren sich beide Seiten einig, durchaus profitabler werden. "Ziel ist es, die SWS wirtschaftlich wieder erfolgreicher zu machen", hieß es dazu gestern Abend in einer Pressemitteilung der Stadt, nachdem der OB zuvor der Gesellschafterversammlung von seinen Gesprächen in Mannheim berichtet hatte.

Tatsächlich waren zuletzt Stimmen laut geworden, die einer Re-Kommunalisierung das Wort redeten. Allerdings gibt es einige Unklarheiten. So bezweifelt mancher, dass die Bezirksregierung einem Rückkauf der MVV-Anteile zustimmen würde. In den kommenden Wochen sollen die Vorstellungen des Versorgers geprüft werden. Für den 14. Juni ist eine zusätzliche Sitzung der Gesellschafterversammlung anberaumt worden, derweil OB Feith nach den Gesprächen zuversichtlich ist, im Zuge einer intensivierten Zusammenarbeit auch zu einer Lösung im Löschwasser-Streit mit MVV zu kommen.

(RP)