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Solingen: Museum ins rechte Licht gerückt

Solingen : Museum ins rechte Licht gerückt

In festlichem Licht erstrahlt die Fassade des Deutschen Klingenmuseums in Gräfrath, und auch die Scherenskulptur vor dem Haus ist hell erleuchtet. Möglich wurde die Lichtinstallation durch die Spende eines Privatmannes, der nicht genannt werden möchte.

Wer in diesen Tagen nach Sonnenuntergang am Deutschen Klingenmuseum in Gräfrath vorbeikommt, macht eine überraschende Entdeckung: Die Museumsfassade, die Bäume und die Scherenskulptur sind hell erleuchtet. Die Firma Dinnebier Licht aus Wuppertal hat im Frontbereich des Museums eine neue Lichtanlage installiert.

 Auch Hausmeister Heinz-Peter Albert hilft bei der Putzaktion im Deutschen Klingenmuseum.
Auch Hausmeister Heinz-Peter Albert hilft bei der Putzaktion im Deutschen Klingenmuseum. Foto: Boris Schmidt

"Das ist für uns wie ein Weihnachtsgeschenk", sagt Franz Haug. Der ehemalige Oberbürgermeister engagiert sich als Vorsitzender des Vereins "Freunde des Deutschen Klingenmuseums". Ein Privatmann, der anonym bleiben möchte, finanzierte die Außenbeleuchtung mit einer Spende von 6000 Euro. Dinnebier Licht übernahm kostenlos die Planung und die Montage. "Die Stadt hat Glück, dass stadteigene Objekte solche privaten Unterstützer haben", sagt Haug im Hinblick auf die kritische Haushaltslage Solingens. Museumsdirektorin Dr. Barbara Grotkamp-Schepers pflichtet ihm bei: "Ohne dieses gesellschaftliche Engagement wäre vieles nicht machbar." Der Verein "Freunde des Deutschen Klingenmuseums" wurde 1954 gegründet. Mitgliedsbeiträge und Sponsorengelder ermöglichten seitdem den Ankauf zahlreicher Exponate. Franz Haug kann sich dabei über einen Zuwachs an Unterstützern freuen. Aktuell hat der Verein 330 Mitglieder.

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Schere steht im Mittelpunkt

Die Idee für eine neue Illumination entstand während der Kultursommernacht Ende Juli. "Da haben wir uns überlegt, was passiert, wenn die Fassade sorgfältiger ausgeleuchtet wird", erzählt Daniel Klages, Geschäftsführer von Dinnebier Licht. Die überdimensionierte Schere steht im Mittelpunkt der Lichtanlage. Ansonsten legten die Planer Wert darauf, mit den Scheinwerfern auf den Eingang hinzuweisen. Die zwei alten Strahler vor dem Klingenmuseum wurden durch neue ersetzt. Innerhalb von drei Wochen wurden insgesamt acht langlebige, energiesparende neue Scheinwerfer angebracht. Im Winter wird man die Lichtanlage bewundern können, bis das Museum um 17 Uhr schließt. Aber auch bei Veranstaltungen zu fortgeschrittener Stunde soll die Außenbeleuchtung eingeschaltet werden. Dr. Barbara Grotkamp-Schepers freut sich schon auf den Sommer: "Das wird sicher toll aussehen, wenn das Licht durch die Blätter der Bäume hindurch scheint."

Freunde des Deutschen Klingenmuseums, Mitgliedsbeitrag 20 Euro pro Jahr für Einzelpersonen, 30 für Familien.

(ied)