Solingen: Museum Baden soll neuen Namen erhalten

Solingen: Museum Baden soll neuen Namen erhalten

Ginge es nach Museumsdirektor Dr. Rolf Jessewitsch, würde er das Museum Baden lieber heute als morgen umbenennen. "Mit dem Namen kann außerhalb Solingens niemand etwas anfangen", sagte Jessewitsch im Gespräch.

Er nannte seinen persönlichen Namens-Favoriten: Kunstmuseum Solingen. Doch der werde kaum Chancen haben, meinte er gleich hinterher.

Grund ist der Landschaftsverband, der nicht nur zwei Millionen Euro für die verfemte Kunst geben will, sondern auch einen regelmäßigen Zuschuss, über dessen Höhe noch nicht entschieden ist. Jessewitsch geht davon aus, dass der Landschaftsverband sowohl seinen Namen als auch den Begriff "Verfemte Kunst" im Museumstitel wiederfinden möchte.

Das Urteil dieser Woche, nach dem die Kunststiftung Baden ihre zurückbehaltenen Zuschüsse an die Stadt zahlen muss, begrüßt Jessewitsch ausdrücklich. "Das ist klasse, dass das Thema jetzt nach vielen Jahren zu so einen erfreulichen Abschluss gekommen ist", sagte der Museumsdirektor. Die Stiftung habe zuvor eine für ihn nicht nachvollziehbare Argumentation vorgebracht, um die Zuschüsse zurückzuhalten.

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Jeder neue Name ist gut

Was die Namensgebung angeht, müsse in Zukunft klar werden, dass es sich beim Museum nicht nur um eine Solinger Einrichtung handele, sondern um ein Haus mit weitreichender Bedeutung. Auch wenn der Landschaftsverband den Namen mit bestimmt, findet Jessewitsch: "Alles ist gut, was den bisherigen Namen ersetzt. Mit dem Begriff Museum Baden kann die Stadt keinen Blumentopf gewinnen."

Im Landschaftsverband ist nach Auskunft von Mitglied Dorothee Daun noch keine Entscheidung gefallen. Die nächste Sitzung ist für den 16. April terminiert.

(RP)