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Solingen: "Müngstener" soll neuen Namen erhalten

Solingen : "Müngstener" soll neuen Namen erhalten

Der neue Betreiber Abellio und der VRR stehen einer Idee der CDU, die künftige S 7 umzubenennen, aufgeschlossen gegenüber. Denkbar wäre, dass eine Firma so für sich wirbt. Das Geld könnte in regionale Projekte fließen.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember übernimmt das Essener Verkehrsunternehmen Abellio den "Müngstener" vom bisherigen Betreiber Bahn AG. Eine Änderung, mit der etliche Hoffnungen verbunden sind. So plant Abellio unter anderem, auf der Strecke modernere Züge einzusetzen. Und aus der heutigen Regionalbahn (RB) 47 wird die S-Bahn S 7, was Vorteile bei der zukünftigen Entwicklung mit sich bringt.

Gut möglich, dass die neue S 7 demnächst auch noch unter einem anderen Namen durch das Bergische Land fahren wird. Nachdem in der CDU der Region die Idee aufkam, den "Müngstener" neu zu benennen, signalisierten sowohl Abellio als auch der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gestern ihre prinzipielle Bereitschaft, die Züge umzutaufen.

"Es sind mehrere Varianten möglich", sagte eine Sprecherin des VRR, der für die Benennung von Bahnen verantwortlich ist. So könnte eine neue Bezeichnung einen Bezug zur Region und ihrer Industrie haben — wie es die CDU vorschlug, die den Namen "Werkzeugexpress" ins Spiel brachte. Denkbar wäre aber auch eine Namensvergabe an einen Sponsor. Dafür infrage kämen beispielsweise ansässige Unternehmen, die auf diese Weise für sich werben könnten.

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Eine Idee, der Abellio als neuer Betreiber aufgeschlossen gegenübersteht. "Die Gelder die auf diese Weise eingenommen würden, könnten zum Beispiel in Projekte in der Region oder in die Tourismusförderung im Bergischen fließen", sagte gestern ein Unternehmenssprecher.

Tatsächlich gab und gibt es in NRW bereits Bahnen, die unter einem bestimmten Firmennamen fahren. So verkehrt in Bonn ein sogenannter Telekom-Express. Und zwischen Bochum sowie Gelsenkirchen verkehrte eineinhalb Jahrzehnte lang die Nokia-Bahn, die jedoch inzwischen in Glückauf-Bahn umgetauft wurde. "Als die Firma Nokia aus Bochum wegging, haben wir die Bezeichnung aus Solidarität geändert", begründete die VRR-Sprecherin gestern den Namenswechsel.

Sollte eine Umbenennung des heutigen "Müngsteners" ins Auge gefasst werden, müsste zunächst ein Antrag, etwa aus der Politik, beim VRR gestellt werden. Dieser würde dann beim Verkehrsverbund geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden. Zu bedenken sei dabei beispielsweise, wie viele Fahrpläne und andere Auskunftsmedien im Zuge einer Namensänderung neu geschrieben werden müssten, sagte die Sprecherin des VRR.

"Zunächst wäre zu ermitteln, wie hoch die Kosten einer Umbenennung wären", so die Sprecherin gestern.

(RP)