Solingen: Mühlenplatz-Brunnen wird trockengelegt

Solingen: Mühlenplatz-Brunnen wird trockengelegt

Der Mühlenplatz soll umgestaltet werden. Das hat sich der neue Eigentümer der Clemens-Galerien vorgenommen. Damit ist der Entwurf zur Umgestaltung des öffentlichen Platzes aus dem Jahr 2016 vom vorherigen Besitzer des vor 18 Jahren eröffneten Einkaufszentrums wieder Makulatur.

Die Bezirksvertreter aus dem Stadtbezirk Mitte werden am kommenden Donnerstag, die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität am 25. Juni über die geplante Umgestaltung der Platzfläche informiert.

Der Mühlenplatz befindet sich seit jeher im städtischen Eigentum und hat eine Fläche von rund 1500 Quadratmetern. Auf einer Seite sind Sitzstufen zum Verweilen angelegt. Aus Sicht des neuen Eigentümers ist der Platz aber "nicht zufriedenstellend ins Umfeld eingebunden und zeigt sich in Teilen zu verschlossen gegenüber den angrenzenden Teilbereichen der Innenstadt", heißt es in der Informationsvorlage der Verwaltung für die politischen Gremien. Überdies gebe es durch die intensive Nutzung des Platzes Schäden beim Oberflächenbelag.

Sitzgelegenheiten mit Holzpodesten sollen unter anderem auf dem Platz angelegt, Hochbeete zurückgebaut werden. Ein neuer Belag aus belastbarem Granitpflaster, ähnlich wie der auf dem Neumarkt, ist nun auch für den Mühlenplatz vorgesehen. Oberhalb der Treppenanlage, an der Kante zur Fußgängerzone, ist eine Baumreihe geplant.

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Der Brunnen beziehungsweise das Wasserspiel auf dem Mühlenplatz hat dagegen keine Zukunft - stattdessen wird ein Wasserlauf im Bereich der Stufenanlage favorisiert. Das erfolge aus gestalterischen und funktionalen Gründen, heißt es. Die Aufgabe des Brunnens hat für die am Mühlenplatz ansässige Gastronomie den Vorteil, mehr Tische und Stühle auf den Platz stellen zu können. Das würde zu einer weiteren Belebung beitragen.

Für die Aufwertung des innerstädtischen Platzes stehen auch noch Fördergelder in Höhe von 480.000 Euro aus dem Projekt City 2013 bereit. Das entspricht einer Förderquote von 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent (120.000 Euro) muss der Eigentümer beziehungsweise Bauherr aufbringen. Die Fördermittel können nach Rücksprache mit der Bewilligungsbehörde jedenfalls in Anspruch genommen werden, teilt die Verwaltung im Vorfeld der beiden Sitzungen mit.

Sitzung BV Mitte Donnerstag, 14. Juni, 18 Uhr; Saal 102, Rathaus

(RP)