Mordfall Byrne in Solingen: Rund 20 Hinweise nach TV-Fahndung

Aktenzeichen XY : Mordfall Byrne: Rund 20 Hinweise nach TV-Fahndung

Neun Jahre nach dem Fall haben sich die Ermittler an das Millionenpublikum der ZDF-Sendung gewandt. Nun gilt es zunächst, die eingegangenen Hinweise auszuwerten.

Es war gleich der erste Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen X ungelöst“ vom Mittwochabend: Mit einem rund 15 Minuten langen Film haben sich die Fahnder der Wuppertaler Mordkommission nun an Millionen von Fernsehzuschauern gewendet, um mehr als neun Jahre nach der Tat vielleicht doch noch Licht in das Dunkel um den Tod der Lehrerin Monica Byrne zu bringen.

Wie ein Sprecher der Polizei am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, gingen während sowie nach der Ausstrahlung rund 20 Hinweise im Polizeipräsidium Wuppertal beziehungsweise im Aufnahmestudio des ZDF in München ein. „Diese Anrufe müssen jetzt zunächst einmal genau ausgewertet werden“, sagte der Sprecher, der parallel betonte, erfahrungsgemäß würden sich einige Zuschauer auch noch Tage nach der eigentlichen Fernsehsendung bei der Polizei melden.

Die zum Zeitpunkt ihrer Ermordung 63-jährige Monica Byrne war Ende März 2010 tot in ihrer Wohnung am Solinger Neumarkt aufgefunden worden. Zunächst gingen die Beamten davon aus, die Frau sei eines natürlichen Todes gestorben. Doch später stellte sich dann heraus, dass die gebürtige Engländerin einem Verbrechen zum Opfer gefallen war. Die genaue Todesursache hält die Polizei bis heute geheim, da es sich um sogenanntes Täterwissen handelt. Ein Schwerpunkt bei der Verfilmung des Falles lag auf zwei verschwundenen Ringen der Lehrerin, die später von einem Pärchen in einem Juweliergeschäft in Ohligs zum Kauf angeboten worden sein könnten.

(or)
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