Lauter Knall in Solingen Toilettenhäuschen im Industriegebiet explodiert

Solingen · Ungewöhnlicher Einsatz für Feuerwehr und Polizei in Solingen: Hinter einem Firmenneubau ist am Dienstagabend ein Toilettenhäuschen lautstark explodiert.

Der Knall war Zeugen zufolge ohrenbetäubend und mehrere Kilometer weit zu hören. Unbekannte Täter haben am Dienstagabend auf einem Firmengelände im Industriegebiet Monhofer Feld in Ohligs mutmaßlich ein dort aufgestelltes Toilettenhäuschen zur Explosion gebracht und damit einen der ungewöhnlichsten Einsätze von Feuerwehr und Polizei in den vergangenen Jahren in Solingen ausgelöst.

„Der erste Alarm ist um kurz vor 20 Uhr eingegangen“, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Polizei, dessen Kollegen sich daraufhin unverzüglich zum Einsatzort aufmachten. Schon wenige Minuten später erreichten die Polizisten sowie die ebenfalls benachrichtigten Feuerwehrleute dann das erwähnte Firmengelände – wobei die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens schließlich nur noch die verstreuten Trümmerteile des Toilettenhäuschen und die Hinterlassenschaften aus dem zerstörten mobilen WC vorfanden.

„Ein Brand musste nicht mehr gelöscht werden“, schilderte der Polizeisprecher, der zu den genauen Hintergründen der Explosion zunächst noch keine näheren Angaben machen konnte. „Die Kripo ist eingeschaltet“, hieß es aus dem unter anderem für Solingen zuständigen Polizeipräsidium Wuppertal. So sei theoretisch auch eine Explosion aufgrund von falscher Handhabung der Toilette möglich  – etwa durch unsachgemäß verwendete WC-Chemikalien. Allerdings spreche mehr für eine vorsätzlich herbeigeführte Detonation.

Demzufolge gilt es nun erst einmal, den möglichen explosiven Stoff ausfindig zu machen. Für die Ermittler erschwerdend ist, dass die potentiellen Täter bislang nicht ausfindig gemacht werden konnten. Eine sofort eingeleitete Suchaktion im Umfeld des Explosionsortes blieb am Dienstagabend erfolglos. „Und auch Zeugen, die etwas gesehen haben oder Auffälligkeiten bemerkt haben, konnten nicht angetroffen werden“, sagte der Sprecher der Polizei auf Nachfrage. Die Polizei bittet darum Zeugen, sich unter ☏ 0202/284-0 bei den zuständigen Beamten zu melden.

(or/irz)
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