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Solingen: Mode Wittebrock kommt in die City

Solingen : Mode Wittebrock kommt in die City

Das Modegeschäft zieht vom Werwolf zur Ecke Linkgasse/Eiland, dort, wo einst M & S Moden seinen Standort hatte. Auf einer komplett renovierten Verkaufsfläche von 300 Quadratmetern will Wittebrock Mitte Februar Eröffnung feiern.

Das Modegeschäft zieht vom Werwolf zur Ecke Linkgasse/Eiland, dort, wo einst M & S Moden seinen Standort hatte. Auf einer komplett renovierten Verkaufsfläche von 300 Quadratmetern will Wittebrock Mitte Februar Eröffnung feiern.

Schon seit vielen Jahren ist Christiane Wittebrock auf der Suche nach einem neuen Standort für Mode Wittebrock, das 1955 von ihrer Mutter am Werwolf eröffnet worden war: "Wir waren damals Erstmieter in diesem Block", erzählt sie, "aber die gesamte Situation im Einzelhandel hat sich verändert. In Randlagen gehen nur noch die wenigsten zum Einkaufen."

Bei ihrer langen Suche nach einem passenden Standort ist Christiane Wittebrock nun fündig geworden: Mitte Februar zieht das Modegeschäft an die Ecke Linkgasse/Eiland – in die ehemaligen Räume von M & S Moden im unmittelbaren Bereich der Fußgängerzone. "Wir haben hier eine gute Lauflage und sind mitten in der Stadt", freut sich Wittebrock. Auch darüber, dass der Alte Markt und die Stadtkirche am Fronhof derzeit aufgewertet und damit dieser Innenstadtbereich attraktiver gestaltet wird.

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Im Geschäft am Werwolf läuft seit Anfang Dezember vergangenen Jahres der Räumungsverkauf, in der Linkgasse die Renovierungs- und Umbauarbeiten. "Wir haben unseren Kundinnen natürlich gesagt, dass wir weitermachen", erzählt Wittebrock, die auch an der Solinger Straße in Witzhelden (300 Quadratmeter Verkaufsfläche) noch ein Modegeschäft betreibt und zusammen 13 Mitarbeiterinnen beschäftigt.

Ware aus dem Werwolf-Geschäft kommt indes nicht mit zum neuen Standort in der City: "Wir werden uns in der Linkgasse wesentlich moderner präsentieren und mit einem neuen Auftritt", sagt die Geschäftsfrau auch mit Blick auf jüngere Mode-Labels. Die neue Frühjahrsmode wird bei der Eröffnung – geplant ist derzeit der 15. oder 16. Februar – im neuen, 300 Quadratmeter Verkaufsfläche bietenden Geschäft in der City präsentiert. Und Mode Wittebrock vergrößert sich gleichzeitig, denn am Werwolf steht lediglich eine Verkaufsfläche von 175 Quadratmetern zur Verfügung.

Damenmode in den Größen 38 bis 52 verkauft Mode Wittebrock, und in Solingen kann das alteingesessene Geschäft auch auf viele Stammkunden bauen "Wir sind bekannt", sagt Christiane Wittebrock.

Im Auge hatte sie auch die seit Jahren leerstehende Fläche von Appelrath-Cüpper an der Hauptstraße. Doch die sei mit weit über 1000 Quadratmetern viel zu groß. Am neuen Standort Linkgasse wolle man aber auch einige Marken anbieten, die zuvor bei Appelrath-Cüpper angeboten worden sind. "Wenn auch nicht alle Marken, wir möchten aber eine Lücke füllen, auch wenn wir Appelrath-Cüpper nicht ersetzen können", sagt Wittebrock. Die Anmietung einer Fläche im Einkaufszentrum Hofgarten kam für sie nicht infrage: "Für inhabergeführte Geschäfte viel zu teuer", sagt sie.

Äußerst positiv findet es Stadtentwickler Markus Lütke Lordemann, dass Mode Wittebrock zur Linkgasse umzieht und damit dort einen Leerstand behebt. "Das ist auch ein klares Bekenntnis des Unternehmens zu Solingen", sagt Lütke Lordemann, "das ist ein positives Signal." Auch er sieht dort eine "gute Lauflage", hebt die Aufwertung von Alter Markt und Fronhof hervor. Gerne würde es Lütke Lordemann sehen, wenn sich bei der nun seit langem leerstehenden Fläche von Appelrath-Cüpper an der Hauptstraße etwas zum Positiven wendet. Doch das ist nach wie vor nicht in Sicht: " Wir stoßen hier als Stadt an unsere Grenzen. Wir haben dem Eigentümer einige Interessenten vorgeschlagen, geschehen ist aber nichts", bedauert der Stadtentwickler. Er findet: "Die Eigentümer von Immobilien müssen mitziehen und bereit sein, über die Miete oder eine Zwischennutzung etwas zu machen, um Leerstand zu beheben." Ärgerlich ist der lange Leerstand "an so einer markanten Stelle" für Lütke Lordemann allemal. Gleichwohl verspricht er: "Wir sind dort weiter am Ball."

(RP)