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Solingen: Mittelstand schafft neue Arbeitsplätze

Solingen : Mittelstand schafft neue Arbeitsplätze

Die aktuelle Geschäftslage der mittelständischen Unternehmen in Solingen, Remscheid und Leverkusen und auch die Erwartungen für das nächste Halbjahr sind positiv.

Sechs von zehn Unternehmen sprechen von einer "sehr guten" beziehungsweise guten Auftragslage. Dies berichtet Achim Kirschner, Geschäftsführer der Creditreform. Die Wirtschaftsauskunftei untersuchte die Wirtschaftslage des Mittelstandes in der Region, dazu wurden 330 Firmen mit zehn bis 500 Mitarbeitern befragt. 80 Prozent der befragten Betriebe beschäftigen zwischen zehn und 50 Mitarbeitern. "Wie im Vorjahr wurde bei der aktuellen Geschäftslage die Note 2,4 vergeben", sagte Kirschner. Damit bewerte der Mittelstand in der Region die Geschäftslage besser als im Bundesdurchschnitt (2,6).

Seit dem Herbst vergangenen Jahres haben die von der Creditreform befragten Unternehmen auch fleißig neue Stellen geschaffen. "Der Mittelstand ist Jobmotor", betont Kirschner. Insgesamt seien es 1700 Arbeitsplätze gewesen, wobei gut die Hälfte davon auf Solingen und Remscheid entfallen. Mehr als jedes vierte Unternehmen habe angegeben, neue Arbeitsplätze geschaffen zu haben, bei 62 Prozent sei der Mitarbeiterstamm stabil geblieben, berichtet Achim Kirschner.

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Dienstleister höchst optimistisch

Sein Sohn Ole, der im Januar 2013 mit in die Creditreform-Geschäftsführung einsteigt, erwartet, dass bis zum Herbst dieses Jahres weitere 1000 neue Stellen vom Mittelstand zur Verfügung gestellt werden. Denn fast ein Drittel der Unternehmen geht davon aus, dass sich ihre Geschäftslage in den kommenden Monaten weiter verbessern wird. Nur knapp vier Prozent glauben an eine Verschlechterung. "Den größten Anteil der Optimisten findet man gegenwärtig bei den Dienstleistern", erklärt Ole Kirschner. Im Handel sei man dagegen zurückhaltender, über drei Viertel der Befragten (77 Prozent) setze hier aber auf eine konstante beziehungsweise gleichbleibende Geschäftsentwicklung.

Bei den Gewinnerwartungen ist die Euphorie der Mittelständler vom Frühjahr 2011 momentan zwar etwas gedämpft. Dennoch könne laut Ole Kirschner von einer ausgesprochen zuversichtlichen Erwartungshaltung bei den Erträgen ausgegangen werden: Knapp 26 Prozent der Befragten gehen von steigenden Gewinnen aus, 58 Prozent sehen eine konstante Ertragsentwicklung, lediglich 16 Prozent erwarten Einbußen.

Ungebrochen ist auch die Investitionsbereitschaft der Firmen in Solingen, Remscheid und Leverkusen. Sechs von zehn Unternehmenschefs wollen Geld in ihr Unternehmen stecken, sei es in die Erweiterung oder in den Ersatz von Anlagen oder aber aus Rationalisierungsgründen.

(RP/rl)