Mittelalterliches Food und Gaukler Festival in Solingen

Mittelalterliches Food und Gaukler Festival: Mittelaltermarkt rund um Schloss Burg

Gute Unterhaltung und Leckereien für Groß und Klein bietet am Wochenende das „Mittelalterliche Food und Gaukler Festival“.

Zu den Schlägen einer Trommel erklingen mittelalterliche Weisen mit dem Dudelsack und verbreiten die typische Marktstimmung auf dem Schlosshof von Schloss Burg, das am Wochenende ganz in der Hand von Gauklern, mittelalterlichen Krämern und Rittern ist. Das „Mittelalterliche Food und Gaukler Festival“ hat einiges zu bieten.

Rund 100 Akteure sorgen für Unterhaltung für die ganze Familie. Auf dem Schlosshof können sich wahre Männer beim „Hau den Lukas“ messen. Am Stand von „Magic Wotan“ gibt es neben magischen Amuletten und Talismanen auch Regenbogenkristalle in unterschiedlichen Formen. „Zu schmücken die Fenster und die Frauen“, erklärt Heiko Wall.

Auch winzige Sonnenuhren nach Modellen aus dem 17. Jahrhundert, die man sich praktischerweise um den Hals hängen kann, werden hier angeboten. Da wäre zum Beispiel der Bauernring. „Das ist die simpelste Form, die Zeit anzuzeigen, ohne sonstige Hilfsmittel“, sagt Heiko Wall. Der Bronzering hat ein winziges Loch, durch das die Sonne scheint und dann auf eine Zahlenskala trifft. Einen Kompass dagegen braucht es für die Saturnuhr. „Die muss nach Süden ausgerichtet sein“, betont Wall.

Egal, welche der Uhren man wählt, eins braucht es in jedem Fall – Sonne. Und die macht sich derzeit ziemlich rar. Dafür sorgten stürmische Böen am Freitagnachmittag dafür, dass so manches Zelt beinahe davonflog. Geschützt im Innenhof hat die „Freie Ritterschaft von Bram“ ihr Lager aufgebaut. Sie veranstalten Hexenprozesse, stellen Gauner an den Pranger und führen auch gerne ihre Schwerter vor. Für die Kinder gibt es ebenfalls einiges zu erleben. In „Thors Kinderrüstkammer“ finden sich die passenden Gewandungen für kleine Ritter und Burgfräuleins. Ebenfalls im Innenhof dürfen Pferde gestreichelt werden, außerdem gibt es hier die Möglichkeit, sein Geschick unter Beweis zu stellen. Ein Wurfspiel besonderer Art fordert es, Ratten – natürlich aus Stoff – auf eine Wand zu werfen, an der Mausefallen befestigt sind. Ein hölzernes Kinderkarussell sowie ein hölzernes Kinderriesenrad bieten Fahrspaß für die Kleinsten.

Im Rittersaal erzählt Marko der Feuersohn aus dem hohen Norden von seinem Leben als Wikinger. Außerdem sind hier auch die Ritter zu erleben, die Musik auf ihren Schildern spielen. In der Kemenate wartet „Der Vornamenskundige“. Seit 1999 beschäftigt sich Uwe Flemke mit Vornamen, trägt allerlei Wissenswertes über die einzelnen Namen zusammen und gestaltet daraus hübsche Namenskarten. „Der Anlass war, dass ich keine traurigen Menschen mag“, erzählt er. Er beobachtete nämlich an den Ständern mit Glückwunschkarten, dass jeder zweite traurig darüber war, seinen Vornamen nicht zu finden. „Damals wusste ich noch nicht, dass das zum Beruf wird“, sagt Uwe Flemke. Inzwischen hat er weit über 1.000 Vornamen zusammengetragen und ihre Bedeutung erforscht.

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