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Solingen: Mit Kindern angemessen über Gott reden

Solingen : Mit Kindern angemessen über Gott reden

400 bis 500 Teilnehmer werden beim 28. Rheinischen Kindergottesdienst-Tag erwartet. In Gottesdiensten, Workshops und einem "Markt der Möglichkeiten" dreht es sich um neue Ideen zur religiösen Erziehung von Kindern.

Zum ersten Mal findet der Rheinische Kindergottesdienst-Tag in der Klingenstadt statt. Genauer gesagt in Ohligs. Auch für Mütter und Väter, die neue Anregungen suchen, mit Kindern angemessen über Gott zu reden, sind die Veranstaltungen geöffnet. Getragen wird der Tag vom Rheinischen Verband für Kindergottesdienst der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der diesjährige Kindergottesdienst-Tag ist bereits die 28. Auflage und verbindet das Motto der Reformationsdekade "Bild und Bibel" mit einem original Solinger Leitspruch. So steht der Tag am Samstag, 19. September, unter dem Titel "Schau hin - echt scharf".

"Bilder sind ganz wichtig", weiß Claudia Stark, Pfarrerin in Ohligs und Synodalbeauftragte für Kindergottesdienst, "mit Bildern sind Gefühle verbunden, und die Bibel spricht in schönen Bildern. Ich bin der Hirte, die Tür, das Licht." Gerade Kinder würden viel mehr visualisieren. Der Kindergottesdienst-Tag richtet sich an alle Menschen, die in den Kirchen mit Kindern zu tun haben. An Kindergottesdiensthelfer genauso wie an Kita-Erzieherinnen oder Grundschullehrer. "Auch interessierte Eltern sind herzlich willkommen", betont Stark.

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Der Tag beginnt um 10 Uhr mit Gottesdiensten. Danach gibt es die Möglichkeit, in der Geschwister-Scholl-Schule aus einer bunten Vielfalt an Workshops zu wählen. Nach einem Mittagessen folgt eine zweite Workshop-Runde. Da geht es um Bilder-Geschichten, ums Kino im Kopf und ums Erzählen mit allen Sinnen. An den Workshops können alle Kinder ab zwölf Jahre und Erwachsene teilnehmen. Kleinere Kinder werden in der Zeit betreut. "Neben dem roten Faden der Bilder gibt es in den Workshops noch einen zweiten inneren Faden", erklärt Brigitte Messerschmidt, Vorsitzende des Rheinischen Verbands für Kindergottesdienst, "nämlich die Inklusion."

So bietet die Christoffel-Blindenmission ein "etwas anderes Kirchencafé" zum Verstehen von Behinderung, das Atelier Strichstärke, in dem Behinderte arbeiten, lädt zu einem inklusiven Kunst-Workshop, und ein weiterer Workshop beschäftigt sich mit Gebärdensprache. "Das tut uns gut", weiß Messerschmidt. "Beide Seiten können voneinander lernen und Kraft schöpfen." Der Kindergottesdienst-Tag ist ein wichtiger Tag für alle, die Kindern den christlichen Glauben näher bringen wollen. "Er ist Fortbildung, Begegnung und Feiern", betont Superintendentin Dr. Ilka Werner.

Zusätzlich bietet ein Markt der Möglichkeiten im Foyer der Schule jede Menge Arbeitsmaterialien und Informationen. Gegen 17 Uhr wird die Veranstaltung mit dem Reisesegen abgeschlossen. Die Teilnahme kostet 19 Euro inklusive Mittagessen. Interessierte können sich noch anmelden per E-Mail an kigo@ekir.de.

www.kindergottesdienst.org

(sue)